Die Gewerkschaft Verdi hat Lufthansa
-Beschäftigte am Münchener Flughafen zu Warnstreiks aufgerufen. Es wird mit Verspätungen gerechnet.
HB FRANKFURT. Die Deutsche Lufthansa
AG, Frankfurt, und die Gewerkschaft Verdi verschieben ihre dritte Verhandlungsrunde für rund 60 000 Beschäftigte des Konzerns auf den 3. Juli.
Die zunächst für den 1. Juli anberaumte Sitzung habe aus Termingründen verschoben werden müssen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.
Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, hat die Gewerkschaft am Freitag am Münchener Flughafen Beschäftigte der Lufthansa Technik AG zu Warnstreiks aufgerufen. Es werde mit mehr als 30 Beteiligten gerechnet, berichtet eine Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Gewerkschaft.
Verdi fordert eine Einkommenserhöhung von 9,8 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Lufthansa
habe indes nur eine Erhöhung der Gehälter um 3,4 Prozent für die ersten zwölf Monate und weitere 2,1 Prozent für die nächsten sieben Monate geboten, teilte Verdi weiter mit.
"Sollten von Seiten der Konzernleitung keine Kompromisssignale kommen, schließen wir größere Streiks bei der Lufthansa
für München und Region nicht mehr aus", wurde Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner zitiert. Als Folge des Streiks am Freitag rechnet die Gewerkschaft mit Verspätungen.

