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11.07.2008 
Gutachten bereits beauftragt

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen ICE-Unfall in Köln

Nach dem Entgleisen eines ICEs am Kölner Hauptbahnhof ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Gefährdung des Bahnverkehrs. Die Ermittlungen richten sich gegen zunächst unbekannte Mitarbeiter der Bahn, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Freitag.

HB KÖLN. Reisende sollen bereits kurz nach der Abfahrt vom Bahnhof am Frankfurter Flughafen verdächtige Geräusche bemerkt und diese beim Bahnpersonal gemeldet haben, wie der Sprecher sagte. Ihnen sei aber gesagt worden, das sei nichts Ungewöhnliches.

Man prüfe nun, ob es einen Zusammenhang zwischen den Geräuschen und dem späteren Entgleisen des Zuges gegeben habe. Falls sich dies herausstelle, müsse man sich fragen, "ob da falsch reagiert wurde". Unter anderem sollen nun die Reisenden befragt werden, möglicherweise auch die begleitenden Mitarbeiter. Am Wichtigsten sei jedoch das Gutachten zur genauen Unfallursache. Die Ermittler haben bereits einen Gutachter beauftragt.

Die Bahn hat als Konsequenz aus dem Kölner Unfall 61 ICE-3-Züge vorübergehend aus dem Verkehr gezogen und eine außerplanmäßige Überprüfung der Radsatzwellen begonnen.

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