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05.01.2009 
Neue Regeln

USA-Reisende brauchen Erlaubnis per Mail

von Eberhard Krummheuer

Geschäftsleute und Touristen müssen sich ab Montag mit neuen Einreiseformalitäten in den USA vertraut machen. Deutsche, die wie bisher ohne Visum in die Staaten fliegen wollen, müssen vor dem Abflug via Internet eine Einreisegenehmigung beantragen. Handelsblatt.com erläutert die neuen Bestimmungen.

Daran haben sich die US-Reisenden bereits gwöhnt: Fingerabdrücke bei der Einreise. Foto: dpaLupe

Daran haben sich die US-Reisenden bereits gwöhnt: Fingerabdrücke bei der Einreise. Foto: dpa

DÜSSELDORF. Die Fluggesellschaften dürfen dann bei ihren Flügen in die Staaten niemanden mehr an Bord nehmen, von dem die Genehmigung nicht vorliegt. Die neue Prozedur „Esta“ (Electronic System for Traveller Authorization) kommt vom US-Ministerium für Heimatschutz.

Die weitere Bürokratisierung für Reisen in die USA findet bei Fluggesellschaften, Reisebüro-Dienstleistern und Travel-Managern zumindest verhaltene Zustimmung. Der Grund: Die auf den Online-Antrag erteilte Genehmigung der Amerikaner gilt für zwei Jahre. „Das ist insbesondere gut für vielreisende Geschäftsleute, sie können dann in dieser Zeit ohne weitere Formalitäten einfach in den nächsten Flieger steigen“, heißt es beispielsweise beim Reiseveranstalter Dertour.

Allerdings sei der Stempel auf dem Einreiseantrag nur bedingt eine Garantie, auch wirklich ins Land gelassen zu werden, sagte Dirk Gerdorm, Travel Manager bei SAP und Präsidiumsmitglied im Verband Deutsches Reisemanagement, dem Handelsblatt: „Das Esta-Programm berechtigt prinzipiell nur zur An-, nicht aber automatisch zur Einreise. Letztlich entscheidet wie bisher auch der Grenzbeamte.“

Schritt für Schritt: Was bei der Einreise in die USA zu beachten ist

Da die Esta-Erteilung bis zu 72 Stunden dauern kann, rät der Verband der Deutschland anfliegenden Fluggesellschaften, Barig, dringend, sich die Genehmigung frühzeitig vor dem Abflug zu holen. „Am besten schon dann, wenn eine Reise in die Richtung geplant ist“, sagt Barig-Generalsekretär Martin Gaebges. Falls die Einreise abgelehnt werde, habe der Reisende noch die Chance, sich um ein reguläres Visum zu bemühen.

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