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11.01.2007 

Drittens: Was tut den Leuten auf Spiekeroog gut? Was möchte ein Urlauber heute, was könnte er suchen, was erleben? Was ist zeitgenössische Balance zwischen Spannung und Entspannung?

Da wäre natürlich die Ruhe und Sicherheit: Das friesische Spiekeroog dürfte auch deswegen ein Dorado für junge Familien sein, weil hier keine Autos und auch nur wenige Fahrräder verkehren. „Wir bitten Sie dringend, Ihr Fahrrad nicht mit auf die Insel zu nehmen.“ Vielleicht sind es solche Gebote, die Spiekeroog den Spottnamen „Spießeroog“ gegeben haben.

Diesen Ruf will Niels Stolberg konterkarieren und im Sommer 2007 das Künstlerhaus Spiekeroog eröffnen, mit Malerateliers, Schmuckwerkstätten, Tanz und Bewegungsräumen. Mit offenen Ateliers und Workshops, die von Künstlern geleitet werden – und mit Künstlerstipendien, die jungen Talenten der Berliner Hochschule der Künste während eines mehrmonatigen Inselaufenthalts die Möglichkeit geben sollen, in Ruhe zu arbeiten.

Die Idee dazu kam Niels Stolberg, nachdem er bei ersten eigenen Versuchen mit Staffelei und Pinsel zunächst ein Stillleben mit Banane geschaffen hatte, dann eine Dünenlandschaft in der Tradition von Emil Nolde. „Meine Frau und meine Töchter“, sagt Stolberg, „haben zunächst zwar gelacht, aber ich fand’s wunderbar entspannend.“

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