Zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen ist ein Passagierflugzeug der australischen Fluggesellschaft Qantas
notgelandet. Die Boeing
767-300 mit 200 Passagieren musste kurz nach dem Start wieder nach Sydney zurückkehren. Die australische Aufsichtsbehörde kündigte Konsequenzen an.
Obwohl es keine Beweise für generelle Probleme gebe, sei es einfach klug, noch einmal alle Maschinen der Gesellschaft von unabhängigen Spezialisten checken zu lassen, sagte der Sprecher der zivilen Luftsicherheit, Peter Gibson. "Wir wollen uns auf Schlüsselbereiche wie Wartung und Sicherheitssysteme der Airline konzentrieren und prüfen, wie Quantas mit derartigen Fällen umgeht."
Der neue Zwischenfall ereignete sich gut eine Woche nach der spektakulären Notlandung eines Qantas
-Jumbojets in der philippinischen Hauptstadt Manila. Am 25. Juli musste die Boeing
747 mit einem großen Loch an der Unterseite ihren Flug von Hongkong nach Melbourne in Australien abbrechen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte wahrscheinlich eine explodierende Sauerstoffflasche in 8000 Metern Höhe ein drei mal vier Meter großes Loch in den Rumpf gerissen.
Am vergangenen Montag (28. Juli) brach der Pilot einer Qantas
- Boeing
737 wegen einer "technischen Störung" den Flug nach Melbourne ab und kehrte nach Adelaide zurück. Eine geöffnete Tür auf dem Inlandsflug soll unter den Passagieren für "Chaos" gesorgt haben, berichtete eine Zeitung. Qantas
erklärte dagegen, die Klappe eines Fahrwerkschachtes habe nach dem Start nicht richtig geschlossen.
Die 1920 gegründete australische Fluggesellschaft gilt grundsätzlich als sicher und hat noch nie einen Jet durch einen Unfall verloren.

