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11.11.2008 
Streit um Alitalia-Sanierung

Wilder Streik behindert Flugverkehr in Italien

Ein wilder Streik bei der italienischen Fluggesellschaft Alitalia hat zu Chaos auf wichtigen Flughäfen des Landes geführt. Betroffen sind unter anderem Rom, Neapel und Mailand. Auch der internationale Luftverkehr ist betroffen.

Protest von Alitalia-Mitarbeitern auf dem Flughafen Rom-Fiumicino. Foto: dpaLupe

Protest von Alitalia-Mitarbeitern auf dem Flughafen Rom-Fiumicino. Foto: dpa

HB ROM. Ein wilder Streik bei der insolventen Fluggesellschaft Alitalia hat am Dienstag zu erheblichen Behinderungen im italienischen Luftverkehr geführt. Betroffen waren unter anderem die Flughäfen in Rom, Neapel und Mailand. Der illegale eintägige Ausstand war von einer kleinen Alitalia-Gewerkschaft ausgerufen worden, die sich gegen den von einer Investorengruppe vorbereiteten Rettungsplan für die marode Airline stemmt.

Allein in Rom-Fiumicino fielen bis zum Mittag mindestens 25 Flüge aus, darunter auch internationale Verbindungen nach Nordamerika und Nahost. Etwa 20 Flugzeuge starteten mit teilweise großer Verspätung. Schon am Montag hatte Dienst nach Vorschrift zu einem Chaos geführt.

Verkehrsminister Altero Matteoli konnte die Arbeitsniederlegung auch mit einer Dienstverpflichtung nicht verhindern. Er drohte den Streikenden am Dienstag daraufhin mit dem „Strafgesetzbuch“ und sagte, er erhalte Anrufe von Alitalia-Piloten, die arbeiten wollten.

Der Rettungsplan der privaten Investorengruppe CAI sieht vor, gut 12 500 der etwa 17 000 Alitalia-Stellen zu erhalten. Zu weiteren Verhandlungen sind die Investoren nicht bereit. Die großen Gewerkschaften, die sich dem aktuellen Streik nicht anschlossen, erwägen 14 Streiktage in den nächsten Monaten, sollte die CAI hart bleiben.

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi will ausländische Gesellschaften an der „neuen Alitalia“ beteiligt sehen. Jüngsten italienischen Medienberichten zufolge könnte dies Air France mit einem Aktienanteil von 20 Prozent und 200 Mio. Euro sein.

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