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05.06.2008 
Fußball EM

DFB-Elf bei Prämien-Rangliste der EM im Mittelfeld

Die deutsche Nationalmannschaft belegt in der Prämien-Rangliste der EM nur einen Mittelfeldplatz. Ganz vorne mit dabei sind dagegen die Griechen mit Trainer Otto Rehhagel.

Für EM-Titelverteidiger Griechenland und Trainer Otto Rehhagel wird sich die EM 2008 auf jeden Fall positiv im Geldbeutel bemerkbar machen. Der sensationelle Triumph vor vier Jahren in Portugal brachte "Rehakles" und seinen Griechen einen dicken Batzen Geld. Mit 750 000 Euro wurden die EM-Helden damals fürstlich entlohnt, und für eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) würde der griechische Fußball-Verband EPO ähnlich tief in die Tasche greifen.

In der Prämien-Rangliste ist Hellas, das schon den Viertelfinaleinzug voraussichtlich mit 150 000 Euro belohnen würde, damit ganz weit vorn, während die deutsche Nationalmannschaft lediglich einen Mittelfeld-Platz belegt.

DFB-Spieler bekommen bei Titelgewinn 250 000 Euro

250 000 Euro pro Spieler würde sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Titelgewinn kosten lassen. Diese Summe handelte der Mannschaftsrat schon lange vor dem Turnier aus. Ein Triumph bei der Heim-WM vor zwei Jahren hätte und Co. sogar 300 000 Euro eingebracht, für den EM-Titel 2004 in Portugal waren dagegen nur 100 000 Euro ausgesetzt worden.


» Teamporträts: Kader, Trainer, Wunschelf, Weg zur Euro 2008


Im Gegensatz zu einigen anderen EM-Teilnehmern, die ihren Spielern bereits Antrittsgagen und Prämien für Punkte oder Siege in der Vorrunde zahlen, gilt beim DFB ein gewisses Leistungsprinzip. Erst bei einem Viertelfinaleinzug rollt auch der Rubel. Die Prämienstaffelung geht dann mit 50 000 Euro los und steigert sich über Halbfinale (100 000) und Finale (150 000) bis zur Viertelmillion für den Titel. Dazu werden die Nationalspieler auch noch an den Werbeeinnahmen des DFB beteiligt.

Sogar Millionäre könnten die Spieler von Mitausrichter Österreich werden
Im Vergleich mit den Top-Favoriten auf den Titel liegen die deutschen Stars etwa auf gleichem Niveau. Vize-Europameister Portugal setzt geschätzte 300 000 Euro aus, Vize-Weltmeister Frankreich rund 200 000 Euro, Spanien liegt mit 240 000 Euro dazwischen. Weltmeister Italien hält sich noch bedeckt und will eine mögliche Titelprämie erst nach Beginn des Turniers bekannt geben. Für den WM-Triumph in Berlin hatte es vor zwei Jahren 250 000 Euro pro Kopf gegeben. Die Niederländer halten ihre Prämien traditionell geheim.

Eine genau gestaffelte Prämienregelung gibt es bei Gastgeber Schweiz. Ausgehend von 12 000 Euro Antrittsprämie könnten die Eidgenossen um ihren Dortmunder Torjäger Alexander Frei im Optimalfall mit drei Vorrundensiegen und dem Durchmarsch bis zum Titel 341 000 Euro verdienen.

Österreich gibt Prämien komplett an Spieler weiter

Sogar Millionäre könnten die Spieler von Mitausrichter Österreich werden. Denn der österreichische Verband will die kompletten Prämien der Europäischen Fußball-Union (Uefa) an seine Spieler ausschütten. Bei 7,5 Mill. Euro Antrittsprämie wären das schon allein 326 000 Euro pro Kopf, bei drei Niederlagen in der Vorrunde. Sollten die Österreicher das "Wunder von Wien" schaffen und Europameister werden, könnte das dem Verband bis zu 27,5 Mill. Euro und den Spielern damit knapp 1,2 Mill. Euro einbringen.


Bildergalerie Bild für Bild: Wie die deutsche Mannschaft im Tessin residiert


Bei den Kroaten gehen 50 Prozent der Uefa-Prämien an die Mannschaft, davon allerdings 20 Prozent an den Trainer- und Betreuerstab. Für die Spieler blieben aber noch maximal 478 000 Euro übrig. Polen, neben Österreich und Kroatien dritter deutscher Vorrundengegner, schüttet ausgehend von 10 000 Euro Antrittsprämie nur maximal rund 130 000 Euro aus.

Nicht über Zahlen wird dagegen bei den Türken geredet, um nicht den Eindruck zu erwecken, den Spielern ginge es nicht um die Ehre, sondern nur ums Geld. Verbandspräsident Hasan Dogan kündigte allerdings an: "Wir werden die Spieler angemessen entlohnen. Wenn der Erfolg kommt, werden alle glücklich sein."

© SID

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