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05.06.2008 

Sogar Millionäre könnten die Spieler von Mitausrichter Österreich werden
Im Vergleich mit den Top-Favoriten auf den Titel liegen die deutschen Stars etwa auf gleichem Niveau. Vize-Europameister Portugal setzt geschätzte 300 000 Euro aus, Vize-Weltmeister Frankreich rund 200 000 Euro, Spanien liegt mit 240 000 Euro dazwischen. Weltmeister Italien hält sich noch bedeckt und will eine mögliche Titelprämie erst nach Beginn des Turniers bekannt geben. Für den WM-Triumph in Berlin hatte es vor zwei Jahren 250 000 Euro pro Kopf gegeben. Die Niederländer halten ihre Prämien traditionell geheim.

Eine genau gestaffelte Prämienregelung gibt es bei Gastgeber Schweiz. Ausgehend von 12 000 Euro Antrittsprämie könnten die Eidgenossen um ihren Dortmunder Torjäger Alexander Frei im Optimalfall mit drei Vorrundensiegen und dem Durchmarsch bis zum Titel 341 000 Euro verdienen.

Österreich gibt Prämien komplett an Spieler weiter

Sogar Millionäre könnten die Spieler von Mitausrichter Österreich werden. Denn der österreichische Verband will die kompletten Prämien der Europäischen Fußball-Union (Uefa) an seine Spieler ausschütten. Bei 7,5 Mill. Euro Antrittsprämie wären das schon allein 326 000 Euro pro Kopf, bei drei Niederlagen in der Vorrunde. Sollten die Österreicher das "Wunder von Wien" schaffen und Europameister werden, könnte das dem Verband bis zu 27,5 Mill. Euro und den Spielern damit knapp 1,2 Mill. Euro einbringen.


Bildergalerie Bild für Bild: Wie die deutsche Mannschaft im Tessin residiert


Bei den Kroaten gehen 50 Prozent der Uefa-Prämien an die Mannschaft, davon allerdings 20 Prozent an den Trainer- und Betreuerstab. Für die Spieler blieben aber noch maximal 478 000 Euro übrig. Polen, neben Österreich und Kroatien dritter deutscher Vorrundengegner, schüttet ausgehend von 10 000 Euro Antrittsprämie nur maximal rund 130 000 Euro aus.

Nicht über Zahlen wird dagegen bei den Türken geredet, um nicht den Eindruck zu erwecken, den Spielern ginge es nicht um die Ehre, sondern nur ums Geld. Verbandspräsident Hasan Dogan kündigte allerdings an: "Wir werden die Spieler angemessen entlohnen. Wenn der Erfolg kommt, werden alle glücklich sein."

© SID

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