Zuvor wurde die Euro 2008 feierlich eröffnet: Musikalisch untermalt von Alphornbläsern und Jodlern präsentierten sich die beiden Gastgeberländer Schweiz und Österreich mit einer bunten, unterhaltsamen und nur 13-minütigen Show. 40 000 Zuschauer im verregneten Basler St. Jakob-Park, darunter viel Prominenz auf der Ehrentribüne, und unzähligen Fans an den Fernsehschirmen verfolgten das Event im Vorfeld des Auftaktspiels zwischen der Schweiz und Tschechien.
Während des Programms, in dem 600 Volonteers mit mehrfarbigen Würfeln gigantische Bilder erzeugten, wurde unter anderem der Bodensee symbolisch dargestellt, der Österreich und die Schweiz verbindet. Ebenso die sommerlichen Weidelandschaften mit saftigen Wiesen und auch der für die Alpenländer typische "Winterzauber", wie ihn der künstlerische Leiter Martin Arnaud sieht. Aktuelle Töne und Walzermusik als Ausdruck von Tradition und Moderne sowie ein Feuerwerk ließen die stimmmungsvolle Show ausklingen.
Insgesamt nahmen an der Eröffnungsfeier 976 Darsteller und Künstler teil. Die meisten gehören dem Schweizerischen Turnverband und dem Badischen Turnerbund an. Insgesamt waren 13 Nationalitäten vertreten.
Bildergalerie: Die Eröffnungsfeier
Auch in der Innenstadt von Basel hat sich das EM-Fieber bereits ausgebreitet. Bei wenig sommerlichen Temperaturen um 17 Grad wurde das drittgrößte Sportereignis der Welt friedlich und fröhlich eingeleitet. "Hopp Schwiiz" hieß es immer wieder in den Gassen, "Rot und Wyss" waren die alles überwiegenden Farben.
Der ganz große Fan-Ansturm auf die 170 000 Einwohner zählende Stadt am Rhein setzte aber nicht ein. Es herrschte in den 45 000 Zuschauer fassenden Public-Viewing-Zonen auf dem Kasernenareal, am Rheinufer, auf dem Münsterplatz sowie auf dem Marktplatz zwar gute Stimmung, doch komplett gefüllt waren sie keineswegs. Das nasskalte Wetter hatte einige Fans dabei sicherlich abgeschreckt.
Bildergalerie: Die große Showbühne der Bundesliga-Profis

