Auch der Sportausrüster Puma
spürt einen Schub durch die Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich. Die Umsätze im Fußball-Geschäft lägen in diesem Jahr bislang um mehr als zehn Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, sagte Puma-Fußball
-Chef Filip Trulsson. Im ersten Quartal hatte der Branchendritte nach Nike
und Adidas
bereits ein zweistelliges Plus verzeichnet. Puma
wollte nicht beziffern, wie hoch der Anteil des Fußballgeschäfts an den Gesamterlösen ist.
"Seit der Weltmeisterschaft 2006 verzeichnen wir ein kontinuierliches Wachstum im Bereich Fußball", sagte Trulsson in Wien. Puma
rüstet unter anderem Weltmeister Italien aus. Im Marketing habe sich das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach zuletzt auf Italien sowie die beiden EM-Gastgeberländer konzentriert, die ebenfalls in Puma
-Trikots auflaufen. Hier habe Puma
einen "Heimvorteil" gespürt.
Der Erfolg der Ausrüster hängt aber auch immer an den Ergebnissen ihrer Teams. Und da sieht es gar nicht gut aus: Tschechien und die Schweiz sind bereits in der Vorrunde gescheitert. Italien, Österreich und Polen droht ebenfalls das Aus. Großer Gewinner ist bislang Nike
: Die Amerikaner haben mit der Türkei, Portugal, Kroatien und den Niederlanden schon vier Teams sicher im Viertelfinale.
Trulsson will die Fußball-Marke Puma
als Nummer drei weiter stärken. "Nicht nur unsere beiden großen Wettbewerber, sondern auch wir gewinnen kontinuierlich Marktanteile hinzu.", sagte der Schwede. "Innerhalb der Branche ist eine weitere Konsolidierung zu verzeichnen." Die kleineren Anbieter würden zulasten der Großen an Gewicht verlieren.
