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10.06.2008 

Abgesehen davon, dass sich viele Forscher gerne wissenschaftlich mit ihrer Sportleidenschaft beschäftigen, sind sie auch überzeugt: Viele Ergebnisse und Gesetzmäßigkeiten der Fußballforschung lassen sich gut auf die Wirtschaft übertragen - vor allem, weil der Sport den Vorteil habe, dass Erfolg und Misserfolg klar zu identifizieren sind.

"Was ein neuer Manager bringt, ist in der Wirtschaft oft unklar", sagt der Münchener Ökonom Stefan Wagner. Viele verschiedene Faktoren seien entscheidend - etwa der Gewinn, der Aktienkurs oder das Presseecho. "Im Fußball kann man die Leistung einfach an der Tabelle ablesen", so Wagner.


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Viele ökonomische Fußball-Studien widmen sich der Frage, wie Entscheidungsträger handeln, die unter Druck stehen. Vor allem die Männer in Schwarz stehen dabei im Fokus. Eine ganze Reihe von Studien zeigt: Schiedsrichter bevorteilen systematisch die Heimmannschaften. So haben Ökonomen nachgewiesen, dass die Unparteiischen Heimteams mehr unberechtigte Strafstöße zusprechen - oder auch mehr Nachspielzeit, wenn die Gastgeber knapp im Rückstand liegen.

Offenbar lassen sich die Schiedsrichter unbewusst von den Fangesängen beeinflussen. Darauf deutet zum Beispiel eine Studie von zwei britischen Ökonomen hin, die zwei Gruppen von Schiedsrichtern Videos mit strittigen Fouls zeigten. Bei dem einen Teil schalteten die Forscher den Ton aus, bei dem zweiten nicht. Das Ergebnis war deutlich: Wer die Fangesänge hörte, der entschied deutlich öfter zugunsten der Heimmannschaft. Solche Tests im Labor lassen sich in der Realität selten überprüfen - kann doch kein Schiedsrichter tatsächlich seine Ohren verschließen.

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