5 Bewertungen ****
26.06.2008 

Auch der ARD-Hörfunk war von dem Stromausfall im IBC in Wien betroffen. Zeitweise ging nichts mehr. "Uns war wie bei allen anderen Großereignissen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zugesagt worden", erklärte ein BR-Techniker. "Warum dies nicht gewährleistet war, wissen wir noch nicht." Werner Rabe, EM-Sprecher der ARD, erklärte: "Jetzt müssen wir erst mal schauen, dass bei den letzten beiden Spielen nichts passiert, aber finanzielle Regressforderungen sind nicht auszuschließen."

Wie die Sponsoren, deren Werbebotschaften nicht mehr transportiert wurden, reagieren werden, stand am Morgen nach dem Blackout noch nicht fest. Auch die Uefa wusste noch nicht, ob sie ihren Stromlieferanten, dessen Reservesystem auch nicht funktionierte, verklagen wird.

Laut Gruschwitz haben sich alle anderen TV-Sender verpflichtet, das von der Uefa in Wien produzierte Signal zu übernehmen. Auch die von eigenen Kameras hergestellten ZDF-Bilder gehen über das IBC und waren von der technischen Panne betroffen. "Darüber wird noch zu reden sein", sagte Gruschwitz.

Durch die Übernahme der Fernsehbilder von SF1 sahen die deutschen Zuschauer auch einen sogenannten Flitzer, der in Basel wie ein Rugbyspieler über den Platz lief und von Ordnungskräften zu Boden gerissen wurde. Bei einem ähnlichen Vorfall während der Partie Österreich - Kroatien hatte die Uefa die Szene in ihrem Weltbild- Angebot nicht gezeigt. TV-Kritiker sprachen danach von Zensur.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige
Anzeige