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07.06.2008 

Die Mobilfunkanbieter versuchen jetzt, diese Geräte mit hoch subventionierten Verträgen und Werbekampagnen in den Markt zu drücken. Sie verzichten damit allerdings auf eine zusätzliche Erlösquelle, an die einige Experten große Erwartungen geknüpft hatten. "Es ist eine Entscheidung für die Kundenbindung und gegen zusätzliche Einnahmen", sagt Michael Schmid von der Medienberatung Goldmedia.

Nach seiner Einschätzung dürften auch die Werbeeinnahmen durch das Angebot sich auf absehbare Zeit in Grenzen halten. Handy-TV werde für die Werbewirtschaft erst interessant, wenn es von einer kritischen Masse von Kunden genutzt werde, sagt Schmid.


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Außerhalb Deutschlands sind die Aussichten für die "DVB-H"-Technik besser: In Österreich startet der reguläre Sendebetrieb bereits zur EM, die Partien werden an allen Spielstätten zu empfangen sein. Im Gegensatz zu Deutschland ziehen Fernsehsender, Telekomkonzerne und Rechteinhaber in der Alpenrepublik an einem Strang. "Österreich ist anders", sagt ein Sprecher der ORF-Techniktochter ORS. "Unser Vorteil ist, dass wir alle Player an einen Tisch bekommen haben." ORF-Intendant Alexander Wrabetz will sich mit diesem Angebot an die technologische Spitze unter den öffentlich-rechtlichen Sender im deutschsprachigen Raum setzen.

In den vergangenen Monaten hat auch die EU-Kommission den Standard weiter vorangetrieben. Medien-Kommissarin Viviane Reding versucht, den "DVB-H"-Standard als einheitliche Übertragungstechnik in allen europäischen Ländern durchzusetzen. Im Fall von Deutschland hat sie die Rechnung aber offenbar ohne die Mobilfunkunternehmen gemacht.

Tipps des Branchenverbands Bitkom zum mobilen Fernsehempfang finden Sie » hier
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