Die Idee, Spielgeschwindigkeit im Fußball festzustellen und zielgerichtet zu trainieren, kam dem Berliner vor zehn Jahren. Er führte zahlreiche Gespräche mit Trainern und Spielern, wälzte Literatur über moderne Trainingsmethoden. Rund 3,8 Mill. Euro steckte er in die Entwicklung, ohne dass ihm Klubs oder Ausrüster zur Seite standen. Jetzt baut und vertreibt C-Goal den Footbonaut in Eigenregie.
Jahrelang geschlafen habe der Fußball in punkto Trainingswissenschaft, kritisiert Güttler. Das ändert sich – der Footbonaut findet prominente Fans. Thomas Schaaf und Klaus Allofs, Trainer und Manager von Werder Bremen, die an diesem Wochenende Vize-Meister werden wollen, haben nach einem Besuch ihr Interesse signalisiert. Auch Jürgen Klinsmann, ab der nächsten Saison Coach des neuen Meisters Bayern München, holte bereits Informationen ein. Bernhard Peters, Sportdirektor des aufstrebenden Fußball-Zweitligisten 1899 Hoffenheim, würde die Anlage gerne erwerben.
Allerdings wünscht der frühere Hockey-Trainer, der die Nationalmannschaft der Herren zuletzt zum Weltmeister-Titel führte, noch eine kleine Veränderung: Peters möchte die Spielfläche des Footbonaut an die Originalgröße des Strafraums anpassen. „Das wäre sehr interessant für das Training von Stürmern und eventuell auch für das Torwarttraining.“
Demnächst werden Vertreter von Real Madrid, dem FC Barcelona und der italienischen Nationalmannschaft auf dem Berliner Firmengelände erwartet. Der DFB schickte den Manager des Nationalteams Oliver Bierhoff und Torwarttrainer Andreas Köpke. Beide zeigten sich begeistert. Bei der Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz wird die Anlage allerdings wohl noch nicht zum Einsatz kommen.
