Uefa-Präsident Michel Platini hat sich erneut für eine Erweiterung der Endrunde bei der Europameisterschaft auf 24 Mannschaften stark gemacht. "Das ist keine politische, sondern eine sportliche Entscheidung", sagte der Vorsitzende der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am Donnerstag bei einem Medientermin im Fürstentum Monaco, wo am Freitag der europäische Supercup zwischen Champions-League-Sieger Manchester United und Uefa-Cup-Gewinner Zenit St. Petersburg ausgetragen wird.
Als Argumente führte Platini unter anderem logistische Gründe an. Es sei Städten nicht mehr zuzumuten, für nur drei Spiele in einer Woche Stadien zu bauen oder zu modernisieren. Außerdem: "Der Unterschied zwischen der Nummer 16 und 24 in Europa ist nicht so groß, dass der sportliche Wert einer EM darunter leiden würde."
Namentlich nannte der Franzose England, Dänemark, Belgien und Bulgarien, die sich nicht für die Endrunde im Sommer in Österreich und der Schweiz hatten qualifizieren können. Die Zustimmung des Exekutiv-Komitees (nächste Sitzung: 25./26. September in Bordeaux) gilt nur noch als Formsache.
© SID
