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05.12.2006 

„Wenn wir uns in dieser Gruppe durchsetzen, dann hat das nichts mit Zufall zu tun“, sagt Allofs. Es habe keine glücklichen Umstände gegeben, die Werder begünstigt hätten. „Wir haben uns das verdient. Das kann man ruhig mal erwähnen.“

Ja, sie hätten es sich verdient. Das sollte man in der Tat erwähnen. Schließlich haben die Nationalspieler Per Mertesacker, Torsten Frings und vor allem Miroslav Klose die Mannschaft mit dem Klinsmann'schen Siegeswillen infiziert, so dass diese morgen vor 100 000 Zuschauern ohne diese Angst aufläuft, die Tim Borowski nach dem 3:1 im Vorrundenspiel im vergangenen Jahr noch kleinlaut zugab. „Wir haben keine feuchten Hände mehr, wenn wir nach Barcelona fahren“, sagt Allofs heute.

Die Angst haben sie sich weggespielt, Respekt haben sie sich erarbeitet. So viel Respekt, dass sich Barcas Mittelfeldstar Deco trotz des Gruppengegners Chelsea zu der Aussage hinreißen ließ, „dass wir gegen Werder unser bestes Spiel des Jahres abliefern müssen“.

Es ist vielleicht die beste Bremer Mannschaft, die es je gab, das spüren sie inzwischen selbst in Barcelona. Das weiß auch Klaus Allofs. Er weiß, dass er Miroslav Klose nicht mehr lange wird halten können in seinem Kader. Mit jedem seiner Tore wächst die Begierde in Europa, wächst Kloses Marktwert. Und da spielt es auch keine Rolle, ob sich der spanische Journalist, der am Wochenende davon schrieb, dass Kose zum AC Milan wechselt, an die Wahrheit hielt oder diese Aussage frei erfunden hat. 20 Millionen Euro gelten als sicher, vielleicht werden es auch 35 Millionen. Auch das weiß Klaus Allofs.

Es wäre es das Geschäft seines Lebens, schließlich hat er Klose vor zwei Jahren für fünf Millionen Euro aus Kaiserslautern geholt. Allofs hat es immer wieder verstanden, den Bremer Kader maximal zu verstärken. So dürfte am Ende die kaufmännische Vernunft siegen und Klose gehen. Nur wäre das gleichbedeutend mit dem Ende einer Ära in Bremen. Damit diese aber überhaupt erst beginnt, sollten die Bremer heute zumindest Unentschieden spielen.

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