Die „Liver Birds“, die auch die Shirts und die Clubfahne des FC Liverpool zieren, thronen über dem neuesten Tummelplatz für Touristen, dem rekonstruierten Hafenviertel am Albert Dock. Benannt wurde es nach dem deutschen Ehemann von Queen Victoria, der es einst eingeweiht hatte. Im Albert Dock neben der nagelneuen Konzert- und Sporthalle mit 10 000 Plätzen lädt die Kunstgalerie Tate Liverpool – ein Ableger der Tate London – zu Besuchen ein.
Restaurants und Bars ziehen Tausende an. Und im Merseyside Marine-Museum wird Seefahrtgeschichte lebendig. Tiefe Eindrücke hinterlässt das International Slavery Museum. Es setzt sich mit dem transatlantischen Sklavenhandel auseinander, der Liverpool als größtem Umschlagplatz für die „Ware Mensch“ zwischen Afrika und Amerika zu Reichtum verholfen hatte.
Zu den Stärken der Hafenstadt – sie war einst die erste wirkliche „Multikulti-Metropole“ Europas – gehört bis heute, dass ihre verschiedenen Völkerschaften gut miteinander auskommen. Die erste China Town des Westens entstand hier. Menschen aus Afrika und Asien, aus Nordeuropa und von der Nachbarinsel Irland, später auch aus der Karibik landeten im Merseyhafen, um für immer zu bleiben.
Mehr als 300 Veranstaltungen haben Liverpools Stadtväter für das Jahr der europäischen Kulturregentschaft versprochen - von Straßenkunstshows bis zur musikalischen Mammutshow „The Liverpool Sound“. Klar, dass auch heimische Stars wie der Klassik-Dirigent Simon Rattle und die beiden Ex-Beatles Paul und Ringo dabei sein werden. „Ich bin stolz auf die Stadt“, erklärte McCartney. „Und ich freue mich darauf, Euch alle willkommen heißen zu können!“
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