0 Bewertungen
28.05.2007 

Etwas schneller kommt man auf Schloss Berg bei Deutschlands jüngstem Drei-Sterne-Koch Christian Bau zum Zuge. Bei ihm im saarländischen Perl-Nennig wird die Vorfreude nur fünf bis sechs Wochen auf die Probe gestellt.

Nahezu paradiesische Verhältnisse herrschen in Aschau bei Heinz Winkler mit gerade einmal zwei Wochen. Und das bei ebenfalls drei Michelin-Sternen. Vielleicht ist der mangelnde Ansturm die Erklärung dafür, dass Winkler sich kürzlich im ZDF unter Johannes B. Kerners Köche mischte.

Nehmen Gourmets den Verzicht auf einen Stern in Kauf, dann ist die Faustregel leicht zu merken: Zwei Sterne an der Restauranttür – zwei Wochen Wartezeit. Einzige Ausnahmen sind in dieser Kategorie das „Amador“ in Langen bei Frankfurt, der „Söl’ring Hof“ in Rantum auf Sylt und das „Kastell“ in Wernberg-Köblitz.

Manche Gäste lassen nicht locker und versuchen es mit einem Extra. Ulrike Thieltges, Gastgeberin im Eifler Waldhotel „Sonnora“ erinnert sich schmunzelnd an einen Gast, der ihr für ein Tischleindeckdich im ausgebuchten Restaurant 100 Euro zustecken wollte. „Aber ausgebucht ist ausgebucht. Wir haben zwölf Tische für 40 Personen, damit ist die Kapazität der Küche ausgereizt. Wir könnten auf einen der Nebenräume ausweichen, tun dies aber konsequent nicht. Denn am Ende würde die Qualität leiden.“

Ähnlich strikt wird auch im Restaurant „Dieter Müller“ verfahren. Zwar kann man dort mit etwas Glück auf der stets gepflegten Warteliste einen Nachrückerplatz ergattern. „Bevor die Tische eingedeckt sind, kann man vielleicht noch ein bisschen zaubern“, so Benedikt Jaschke, Resident Manager im Schlosshotel Lerbach, „aber wir halten niemals einen Tisch bewusst für Nachzügler frei.“

An diesen Spielregeln ändere sich nichts, egal, ob der Gast seine Rechnung aus dem Sparschwein begleiche oder mit der Centurion Card bezahlen wolle. Sagt der Resident Manager.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Im spanischen Gourmetolymp entscheidet das Losglück über den Platz im Restaurant.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige
Anzeige

weiterHandelsblatt Specials

zurück
  • Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenze...

    Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenzen

    Bankenpleiten, Börsentalfahrt, Rezession: Kaum ein Jahr hat die Welt der Wirtschaft so durcheinander gewirbelt wie 2008. Im kommenden Jahr müssen sich Manager und Politiker neu beweisen. Handelsblatt.com blickt in den Tagen bis zum Jahreswechsel zurück auf eine Zeit vo...Special 

  • Türkei – ein Land zwischen Aufbruch u...

    Türkei – ein Land zwischen Aufbruch und Rückschritt

    Die Türkei sprüht vor Dynamik. Neben Istanbul bilden sich auch in Anatolien neue Wirtschaftszentren. Im Land entsteht ein Mittelstand. Das bietet auch Chancen für deutsche Unternehmer und Investoren. Zugleich gestaltet sich der Weg nach Europa schwierig: Die Türkei ste...Special 

  • Agenda IT-Fitness

    Agenda IT-Fitness

    Ob Waldarbeiter, Bäcker oder Arzt – ohne IT läuft im Beruf kaum noch etwas. Doch die Informationstechnologie wandelt sich permanent, und Unternehmen wie Arbeitnehmer müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Wie das gehen kann, zeigt die Agenda „IT-Fitness“.Special 

vor

 

 

Bildergalerien

zurück
  • Rechte und Pflichten bei Eis und Schn...

    Rechte und Pflichten bei Eis und Schnee

    Starke Schneefälle, Glatteis und Dauerfrost haben in den vergangenen Tagen vielen den Weg zur Arbeit erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.Handelsblatt.com erklärt, was Sie beachten sollten.Bildergalerie 

  • Neue Regeln für die Einreise in die U...

    Neue Regeln für die Einreise in die USA

    Ab dem 12. Januar müssen USA-Reisende ohne Visum vorab online einen Antrag beim US-Heimatschutzministerium stellen. Nur mit Genehmigung, die per E-Mail erteilt wird, darf der Geschäftsreisende oder Tourist dann ins Flugzeug steigen. Die letzte Entscheidung trifft aber ...Bildergalerie 

  • Schneechaos legt Deutschland lahm

    Schneechaos legt Deutschland lahm

    Bis zu 20 Zentimeter Schnee und Glatteis haben am Montag weite Teile Deutschlands lahmgelegt. Autobahnen mussten gesperrt werden, Busse und Bahnen wurden durch die Schneemassen behindert. Auf dem Düsseldorfer Flughafen ging nichts mehr. Bilder vom Chaos.Bildergalerie 

vor