Paul Auster: der Mann des Düsteren
Paul Auster, der 1947 in Newark geboren wurde, ist seit seiner von 1985 bis 1987 geschriebenen New-York-Trilogie ein weltweit angesehener Schriftsteller. In seinen Romanen herrscht oft eine düstere, fast klaustrophobische Stimmung. Sein kürzlich erschienener Roman "Mann im Dunkel" (Rowohlt) ist sein politischstes Buch. Es setzt sich mit der Spaltung Amerikas seit der Wahl 2000 auseinander. Gerade hat er das Manuskript für einen neuen Roman abgeschlossen, aber Auster möchte darüber nicht mehr sagen, als dass es um einen Jugendlichen geht, der in den sechziger Jahren in den USA aufwächst.
Auster hat mehrere Jahre in Paris gewohnt und lebt mit seiner zweiten Frau Siri Hustvedt, ebenfalls eine erfolgreiche Autorin, in Brooklyn. In Berlin hat er vor einer Woche seinen zweiten Film vorgestellt. Damit kehrt er zu seiner Jugendliebe zurück: Mit 20 wollte er Film studieren, nahm aber davon Abstand, weil er sich selbst "zu schüchtern fand, um als Regisseur zu arbeiten".


