Ob Belletristik, Comic oder Sachbuch: Auf der Buchmesse, die seit 2003 schwarze Zahlen schreibt, ist für Jung und Alt etwas dabei. Nicht nur auf dem modernen Messegelände vor den Toren der Stadt, sondern überall in Leipzig gewähren 1500 Schriftsteller und Prominente bei „Leipzig liest“ vier Tage und Nächte lang Einblicke in ihre neuen Werke. Bei Lesungen und Gesprächen gehen sie auf Tuchfühlung zu Fans und Kritikern. „Im hart umkämpften Buchmesse-Geschäft ist dieser Literaturmarathon ein ungeheurer Wettbewerbsvorteil“, sagte der Chef der Leipziger Messe, Wolfgang Marzin.
Schwerpunktland der Buchmesse ist diesmal Kroatien. „Aus diesem Land kommen 37 Autoren, von allen liegen jetzt deutschsprachige Publikationen vor“, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. Zudem werden 20 weitere Schriftsteller vom Balkan erwartet. „Wir wollen, dass es mehr interessante und kritische Bücher aus den mittel- und osteuropäischen Ländern in Deutschland gibt“, sagte Zille. Bislang seien etwa aus Kroatien jährlich maximal drei Werke auf dem deutschen Markt erschienen.
Auch für Eltern, Lehrer und Erzieher gibt es zahlreiche Angebote. 160 Veranstaltungen richten sich an Lehrer und Erzieher, 40 an Eltern. Im Forum „Kinder-Jugend-Bildung“ etwa können sich Pädagogen über aktuelle Unterrichtsmethoden informieren. Die Bertelsmann-Stiftung organisiert am Donnerstag einen eintägigen Workshop „Kinder früher fördern - Wirksamere Bildungsinvestitionen“ mit dem Ökonomie-Nobelpreisträger James Heckman.


