1 Bewertung *****
09.07.2008 

Die Bilder in den lukanischen Gräbern waren nicht für die Nachwelt bestimmt, sondern dazu, den Toten ins Jenseits zu begleiten. Von diesem hatten die Lukaner eine vage Vorstellung, nicht weit vom Diesseits entfernt: Einer unverheirateten Frau malten sie eine Hochzeitsvase - mit dem Wunsch, sie möge im Jenseits heiraten. "In der Betrachtung der Bilder sollte Hoffnung für die Ewigkeit geschöpft werden", meint Andreae.

Paestum wurde etwa 600 vor Christus von den Griechen als "Poseidonia" gegründet. Mit der lukanischen Besiedlung im vierten Jahrhundert vor Christus wurde Poseidonia in "Paiston" umbenannt. Unter römischer Herrschaft verlor der Ort an Bedeutung. Im Mittelalter wurde der verlassene und versumpfte Ort aufgegeben und vergessen.

Über die Lukaner ist noch immer wenig bekannt. Literarische Zeugnisse ihrer Kultur haben sich kaum erhalten. "Auch darum stellen die Gräber von Paestum eine einzigartige Quelle dar, um Sitten und Gebräuche der damaligen Bewohner zu erkennen", erläutert Andreae.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Bildergalerien

zurück
  • Die beliebtesten Wohnorte der Topverd...

    Die beliebtesten Wohnorte der Topverdiener

    Welche Gebiete locken die meisten Wohlhabenden an? Wo wohnen die Besserverdienenden in Deutschland am liebsten und welche Teile Deutschlands werden eher gemieden? Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK hat untersucht, welches die begehrtesten Städte der Wohlhabe...Bildergalerie 

  • Wie die Deutschen Flagge zeigen

    Wie die Deutschen Flagge zeigen

    Die CDU möchte die deutsche Sprache im Grundgesetz verankern. Der Parteitagsbeschluss fachte bundesweit eine neue Patriotismus-Debatte an. Worüber debattiert wird, kann auch im Haus der Geschichte in Bonn besichtigt werden – in der Ausstellung „Flagge zeigen? Die Deut...Bildergalerie 

  • Der Palast der Republik ist Geschicht...

    Der Palast der Republik ist Geschichte

    Nach jahrelangen Verzögerungen und auch Hindernissen in den vergangenen Tagen fiel am Dienstag das letzte Treppenhaus dem Abrissbagger mit seinem 40 Meter langen Greifarm zum Opfer. Karl Marx und Friedrich Engels sahen weg, als hinter ihrem Rücken nach jahrelanger Verz...Bildergalerie 

vor