McCall Smith wuchs in Simbabwe (damals noch Rhodesien) und Schottland auf. Bis vor kurzem war er Professor für Medizinrecht. Das im Süden Afrikas gelegene Botswana hat es seiner Meinung nach verdient, so positiv dargestellt zu werden. Der Tourismus profitiert. Mittlerweile gibt es „Mma Ramotswe“-Touren für Leser, die ins Land der Kalahari-Wüste reisen und dort nach dem im Buch beschriebenen Zebra Drive oder der Werkstatt „Speedy Motors“ suchen. In Kürze öffnet nahe der Hauptstadt Gaborone ein kleines Opernhaus, das „No. 1 Ladies' Opera House“, in einer umgebauten Werkstatt.
Auf Deutsch erschienen sind auch eine Reihe über Isabel Dalhousie, eine Kunstmäzenin und Hobby-Detektivin in Edinburgh, sowie die Abenteuer des schusseligen deutschen Professors Moritz von Igelfeld, den McCall Smith mit Jacques Tati und Inspektor Clouseau vergleicht. Beide Romanhelden wären auch Filmstoff. Aber erst einmal sind viele Leser auf Botswanas einzige Detektivin im britischen und amerikanischen Fernsehen gespannt.
McCall Smith hatte dabei einen ungewöhnlichen Besetzungswunsch. Er schlug dem Filmteam vor, dass die Gesundheitsministerin des afrikanischen Landes die Hauptrolle übernimmt. „Die haben gedacht, ich mache Witze“, sagte McCall Smith. Die im Amateurtheater erprobte Ministerin habe dann zwar nicht die Hauptrolle, aber eine kleine Rolle bekommen.
Einer der Produzenten ist Sydney Pollack, das Drehbuch stammt von Richard Curtis („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“). Nach dem Pilotfilm ist eine Serie geplant. Als Detektivin Precious Ramotswe ist nun im Film die Amerikanerin Jill Scott („Hounddog“) zu sehen. Ist die auch nicht zu mager? „Sie hat ihr Bestes getan, um noch „traditioneller gebaut“ zu werden“, verspricht McCall Smith.

