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17.10.2008 
Jury kürt bestes Buch

Wirtschaftsbuchpreis: Lektionen für Kids und Banker

von Regina Krieger

Die Finanzkrise geht alle an – auch die jüngere Generation: Mit seinem Jugendbuch „Das Geld reicht nie“ gewinnt Winand von Petersdorff den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis. Der Untertitel verrät, worum es unter anderem geht: „Warum T-Shirts billig, Handys umsonst und Popstars reich sind“.

Preisträger Winand von Petersdorff (li.) mit dem Juryvorsitzenden Bernd Ziesemer. Foto: Andi Goral, Handelsblatt Lupe

Preisträger Winand von Petersdorff (li.) mit dem Juryvorsitzenden Bernd Ziesemer. Foto: Andi Goral, Handelsblatt

„Zur Zeit machen Banken die Erfahrung vieler Jugendlicher: Wenn man mit seinem Geld zu leichtsinnig umgeht, bekommt man keines, wenn man es am dringendsten braucht.“ Der Finanzexperte Wolfgang Gerke brachte es am Donnerstag Abend auf der Frankfurter Buchmesse auf den Punkt: Die Finanzkrise geht alle an und hat außerdem auch mit mangelndem Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge zu tun.

„Das Geld reicht nie“ sei ein Ausruf, den heute manche Banker ausstießen, obwohl sie wissen sollten, wie man mit Geld umgeht, sagte der Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums bei der festlichen Verleihung des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2008. „Das Geld reicht nie“ heißt das Buch von Winand von Petersdorff, das den Preis gewonnen hat. Der Untertitel verrät, worum es geht: „Warum T-Shirts billig, Handys umsonst und Popstars reich sind“ – ein Wirtschaftsbuch für Jugendliche.

Special: Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2008

Die Jury sei sich schnell einig gewesen, von Petersdorffs Buch aus der Liste der zehn Shortlist-Titel zu wählen, sagte Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer, der Vorsitzende der Jury. „Der Autor hat ein hochaktuelles Buch – nicht nur für Jugendliche – geschrieben und damit einen wertvollen Beitrag zur ökonomischen Bildung geleistet“, heißt es in der Begründung der Jury. „Jugendlichen mit Hilfe dieses Buches finanzielle Zusammenhänge anschaulich und altersgerecht zu vermitteln, ist eine Mission. Hier herrscht immenser Nachholbedarf.“

„Wirtschaft verstehen“ lautet das Motto des mit 10 000 Euro dotierten Preises, den das Handelsblatt, die Strategieberatung Booz & Company und die Frankfurter Buchmesse gemeinsam ins Leben gerufen haben, um die deutschsprachige Wirtschaftsliteratur zu fördern. Ein Motto, das auf das Siegerbuch hundertprozentig zutrifft. „Winand von Petersdorff hat ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit vorgelegt“, sagte Klaus-Peter Gushurst, Senior Partner bei Booz & Company, „dieses Buch kann entscheidend bei der Weiterbildung von Jugendlichen helfen und ihnen die Augen öffnen für die Welt, in der sie leben, aber auch den Eltern eine gute Grundlage sein, Wirtschaft zu erklären.“

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