Die Vereinten Nationen und westliche Regierungen zeigten sich zudem beunruhigt über Berichte, denen zufolge Hilfsgüter für die Opfer von „Nargis“ nicht ihre Adressaten erreichen. Wenn sich die Angaben als zutreffend herausstellen sollten, wäre dies Grund zu großer Sorge, sagte UN-Sprecherin Michel Montas am Dienstag. Dies unterstreiche umso mehr, dass die birmanischen Behörden akzeptieren müssten, dass ihre Möglichkeiten zur Verteilung von Hilfe an die 1,5 Millionen Betroffenen beschränkt seien. Bislang habe nur „ein sehr kleiner Prozentsatz der Opfer“ Hilfe erhalten.
Der amerikanische UN-Botschafter Zalmay Khalilzad bezeichnete die Berichte über abgezweigte Hilfslieferungen als einen weiteren Grund, warum seine Regierung wolle, dass mehr ausländische Helfer ins Land gelassen würden, um bei der Verteilung zu helfen. In einer Geste an ausländische Kritiker lud die birmanische Regierung inzwischen 160 Helfer aus asiatischen Ländern ein, sich an den Rettungsarbeiten zu beteiligen.


