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18.12.2007 
Wachstumsbranche des Jahres 2007

Abkühlung beim Maschinenbau erwartet

Der deutsche Maschinenbau floriert so sehr wie in den besten Jahren des Wirtschaftswunders. So dynamisch ist die Branche zuletzt in den 50er und 60er Jahren gewachsen. Damals war es der Aufschwung der Nachkriegszeit, heute ist es der Erfolg auf den Weltmärkten.

Die deutsche Maschinenbaubranche ist weiter auf Rekordkurs. Foto: apLupe

Die deutsche Maschinenbaubranche ist weiter auf Rekordkurs. Foto: ap

HB FRANKFURT. Für 2008 stellt sich der Maschinenbau zwar auf ein langsameres Tempo ein. Doch mit einem Produktionsplus von fünf Prozent wird es immer noch für einen neuen Rekordwert reichen - den fünften in Folge. Erst 2009 könnte die Dynamik nachlassen. Sorge bereiten der starke Euro, der Exporte in den Dollar-Raum verteuert, die hohen Rohstoffpreise und die internationale Finanzmarktkrise.

"Wir arbeiten mit vollen Kapazitäten", sagt der neue VDMA-Präsident Manfred Wittenstein und nennt den Maschinenbau eine absolute Zukunftsbranche mit "Superchance für die nächsten 20, 30 Jahre." Trotz wachsender Konkurrenz beträgt der Welthandelsanteil konstant 19 Prozent. Die Branche ist nach der Autoindustrie die zweitgrößte Industrie Deutschlands. Laut VDMA wird die Produktion in diesem Jahr um elf Prozent auf 181 Milliarden Euro expandieren - das ist mehr als doppelt so viel wie der erwartete Anstieg der Industrieproduktion von fünf Prozent.

Das Schicksal der Branche wird im Ausland bestimmt, weil sieben von zehn Maschinen in den Export gehen. Die Firmen profitieren von der Industrialisierung der Schwellenländer in Fernost, aber auch von den sprudelnden Ölmilliarden in Russland und im Mittleren Osten, die in Anlagen und Maschinen "Made in Germany" gesteckt werden. "Diese Länder haben mehr Mittel zur Verfügung, um ihre Infrastruktur auszubauen und Produktionsanlagen zu modernisieren", schreibt Eberhard Unger vom Analysehaus fairesearch. Dadurch könnten Einbußen beim Export in den wichtigsten Markt USA, der unter der Finanzmarktkrise leide, ausgeglichen werden.

Das Auftragspolster ist dick und die Firmen haben im Schnitt noch Bestellungen für ein halbes Jahr in den Büchern. Mit dem Anheben der Prognose kam der Verband 2007 kaum nach: von drei Prozent wurde mehrfach auf dann elf Prozent erhöht. Vor allem Großanlagen, Turbinen, Verbrennungsmotoren und Pumpen aus deutscher Produktion verzeichnen zweistellige Zuwachsraten. Ein Grund für den Erfolg ist die frühe Internationalisierung. "Die Firmen sind sehr spezialisiert und gehen auf die Wünsche ihrer Kunden ein", sagt Commerzbank - Volkswirtin Nora Schaefer.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Branche hat Luxussorgen

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