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23.05.2007 
Hamburg

Bekennerschreiben zum Anschlag auf „Bild“-Chef-Auto

Einen Tag nach dem Brandanschlag auf das Auto des Chefredakteurs der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann, gibt es ein Bekennerschreiben. Unterdessen ging die Serie von Atttacken auf Hamburger Politiker und Wirtschaftsvertreter weiter.

Der ausgebrannte Wagen von "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann. Foto: apLupe

Der ausgebrannte Wagen von "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann. Foto: ap

HB HAMBURG. Der Bekenner-Brief ging am Mittwoch per Post bei der Nachrichtenagentur dpa ein. Er wurde mit „Militante Kampagne kämpft für Sie“ unterschrieben. Die Hamburger Polizei untersuchte das Schreiben auf Spuren und Hinweise. Nach einer ersten Einschätzung handelt es sich um eine „Selbstbezichtigung“. Das Auto der Familie Diekmann war am frühen Dienstagmorgen vor dem Haus in Hamburg-Harvestehude in Brand gesetzt worden und brannte aus.

In der Nacht zum Mittwoch wurde das Wohnhaus des Hamburger CDU-Politikers Karl-Heinz Warnholz im Stadtteil Rahlstedt mit Steinen beworfen. Sie trafen ein Fenster im Erdgeschoss des Gebäudes, teilte die Polizei mit. Die Glasscheibe sei beschädigt, aber nicht zerstört worden. Warnholz, der Vorsitzender des Innenausschusses ist, war den Angaben zufolge zusammen mit seiner Familie zu Hause. Einen politischen Hintergrund und einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm schloss die Polizei nicht aus.

Seit 2005 hat es in Hamburg zahlreiche Brand- und Farbanschläge auf Häuser und Autos von Politikern und Managern gegeben, in letzter Zeit häuften sich die Taten. Die Bundesanwaltschaft hatte am 9. Mai auf der Suche nach gewaltbereiten Globalisierungsgegnern 40 Objekte der linken Szene durchsuchen lassen, darunter die „Rote Flora“ in Hamburg. Gegen mehr als 20 mutmaßliche Extremisten wurden Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung eingeleitet.

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