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07.05.2008 

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an die Militärregierung in Birma appelliert, die Hilfe der internationalen Gemeinschaft zügiger anzunehmen. Die Regierung solle auf die „Angebote zur Unterstützung und Solidarität eingehen, die Einreise von Hilfskräften erleichtern und die Hilfslieferungen genehmigen“, sagte der Uno-Chef in einer am Mittwoch in New York verbreiteten Erklärung.

Vier der fünf Mitarbeiter des Teams zur Einschätzung und Koordinierung der Katastrophenhilfe der Vereinten Nationen (UNDAC) hätten mittlerweile die Erlaubnis erhalten, ins Land zu reisen, bestätigte John Holmes, der Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, vor Journalisten. Sie würden voraussichtlich am Donnerstag vom thailändischen Bangkok aus nach Birma fliegen. Die UNDAC-Mitarbeiter hätten jedoch kein Visa benötigt, weil sie asiatischer Herkunft seien. Holmes schätzte, dass zwischen 50 bis 100 UN-Mitarbeiter derzeit noch auf Einreisevisa warteten. „Natürlich würden wir gerne sehr viel mehr sehr viel schneller tun“, sagte Holmes. Allerdings liefe die Zusammenarbeit mit der Militärregierung zumindest „in die richtige Richtung“.

Deutlicher wurde der französische UN-Botschafter Jean-Marie Ripert: „Wir haben alles was wir brauchen: Geld, Nahrungsmittel, Medikamente, um bei dieser unglaublichen Katastrophe zu helfen. Wir wollen Birma zu nichts zwingen, aber sie haben gesagt, dass sie Hilfsmaßnahmen akzeptieren: Also los!“, sagte der Diplomat vor Journalisten. „Wir wollen handeln und zwar schnell“, fügte er hinzu.

Auch die USA haben an die birmanische Militärregierung appelliert, angesichts zehntausender Opfer des Zyklons „Nargis“ ausländische Helferteams ins Katastrophengebiet zu lassen. „Es sollte eine einfache Sache sein“, sagte Außenministerin Condoleezza Rice am Mittwoch in Washington. „Es handelt sich nicht um Politik, sondern um eine humanitäre Krise.“ Die Regierung Birmas sollte daran interessiert sein, dass ihr Volk alle verfügbare Hilfe von außen bekomme - ungeachtet der politischen Haltung der Geberländer.

Außenamtssprecher Sean McCormack teilte mit, Washington sei an die traditionellen Freunde Birmas - China, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia und Thailand - herangetreten, um sich bei der Militärregierung zur Annahme von Auslandshilfe auch von Staaten anzunehmen, die der Militärregierung kritisch gegenüberstehen.

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