6 Bewertungen ****
21.08.2008 

Spaniens Verkehrsministerin Magdalena Alvarez bestätigte, dass der Pilot des Jets vor dem Unglück einen Start abgesagt habe, weil technische Probleme aufgetaucht seien. Diese Probleme sollen nach Medienberichten jedoch nichts mit der Katastrophe zu tun gehabt haben. Spanair erklärte, das Unternehmen wolle sich nicht an Spekulationen über die Unglücksursache beteiligen. Zunächst gelte es, sich um die Opfer und deren Angehörigen zu kümmern. Die Maschine war nach Angaben von Spanair 15 Jahre alt und allen vorgeschriebenen Inspektionen unterzogen worden.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sagte, die Ursachen der Katastrophe würden lückenlos aufgeklärt. Er hatte wegen der Katastrophe seinen Urlaub unterbrochen und spendete den Angehörigen der Opfer Trost. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Zapatero ihr Beileid aus. Sie sei schockiert vom Ausmaß der Katastrophe und der Zahl der Toten und Verletzten und nehme Anteil am Leid der Familien, die ihre Angehörigen verloren hätten, sagte Merkel nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Thomas Steg.

Die Fluggesellschaft Spanair, befindet sich seit geraumer Zeit in schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die skandinavische Muttergesellschaft SAS hatte vergeblich versucht, einen Käufer für das kränkelnde Unternehmen zu finden. Zur Zeit ist Spanair dabei, fast ein Drittel der Beschäftigten zu entlassen und das Streckennetz zu reduzieren.

An dem Madrider Flughafen - dem größten des Landes - hatte es zuletzt vor knapp 25 Jahren zwei schwere Flugzeugkatastrophen gegeben. Am 27. November 1983 war ein Jumbojet der kolumbianischen Linie Avianca beim Landeanflug abgestürzt, 181 Menschen starben. Nicht einmal zwei Wochen später prallten auf der Startbahn des Airports eine Iberia- und eine Aviaco-Maschine im Nebel zusammen. 93 Menschen kamen ums Leben.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterHandelsblatt Specials

zurück
  • Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenze...

    Chronik 2008: Das Jahr der Turbulenzen

    Bankenpleiten, Börsentalfahrt, Rezession: Kaum ein Jahr hat die Welt der Wirtschaft so durcheinander gewirbelt wie 2008. Im kommenden Jahr müssen sich Manager und Politiker neu beweisen. Handelsblatt.com blickt in den Tagen bis zum Jahreswechsel zurück auf eine Zeit vo...Special 

  • Türkei – ein Land zwischen Aufbruch u...

    Türkei – ein Land zwischen Aufbruch und Rückschritt

    Die Türkei sprüht vor Dynamik. Neben Istanbul bilden sich auch in Anatolien neue Wirtschaftszentren. Im Land entsteht ein Mittelstand. Das bietet auch Chancen für deutsche Unternehmer und Investoren. Zugleich gestaltet sich der Weg nach Europa schwierig: Die Türkei ste...Special 

  • Agenda IT-Fitness

    Agenda IT-Fitness

    Ob Waldarbeiter, Bäcker oder Arzt – ohne IT läuft im Beruf kaum noch etwas. Doch die Informationstechnologie wandelt sich permanent, und Unternehmen wie Arbeitnehmer müssen sich auf diesen Wandel einstellen. Wie das gehen kann, zeigt die Agenda „IT-Fitness“.Special 

vor

 

 

Bildergalerien

zurück
  • Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Wo sich das Sponsorenkarussell dreht

    Zum Saisonende laufen in der Fußball-Bundesliga zahlreiche Verträge von Vereinen mit ihren Hauptsponsoren oder Ausrüstern aus, weitere kommen 2010 hinzu. Insgesamt geht es um Vermarktungsgelder von rund 90 Millionen Euro – und das mitten in der Wirtschaftskrise. Das Ma...Bildergalerie 

  • Rechte und Pflichten bei Eis und Schn...

    Rechte und Pflichten bei Eis und Schnee

    Starke Schneefälle, Glatteis und Dauerfrost haben in den vergangenen Tagen vielen den Weg zur Arbeit erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht.Handelsblatt.com erklärt, was Sie beachten sollten.Bildergalerie 

  • Neue Regeln für die Einreise in die U...

    Neue Regeln für die Einreise in die USA

    Ab dem 12. Januar müssen USA-Reisende ohne Visum vorab online einen Antrag beim US-Heimatschutzministerium stellen. Nur mit Genehmigung, die per E-Mail erteilt wird, darf der Geschäftsreisende oder Tourist dann ins Flugzeug steigen. Die letzte Entscheidung trifft aber ...Bildergalerie 

vor