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11.07.2008 
Anlage von Vattenfall und Eon

Brand in Atomkraftwerk Ringhals in Schweden

Ein Brand am Reaktor zwei des schwedischen Atomkraftwerkes Ringhals hat am Freitag Großalarm ausgelöst. Wie Kraftwerkssprecher Gösta Larsson angab, konnte das „sehr begrenzte Feuer schon nach wenigen Minuten gelöscht werden“.

AKW Ringhals in Südschweden: Auf dem Dach einer Turbinenhalle war ein Feuer ausgebrochen. Foto: dpaLupe

AKW Ringhals in Südschweden: Auf dem Dach einer Turbinenhalle war ein Feuer ausgebrochen. Foto: dpa

HB STOCKHOLM. Ausgelöst hätten es Dachdecker, als sie auf dem Dach des Turbinengebäudes versehentlich Dachpappe in Brand setzten, sagte der Sprecher weiter. Es habe keine Gefahr eines Übergreifens der Flammen auf den Reaktor bestanden.

Das Auslösen des Großalarms sowie Hilfsgesuche an auswärtige Feuerwehren seien „automatisch“ geschehen, weil mehrere Detektoren Feuer oder Rauch meldeten, sagte der Sprecher weiter. Alle vier Reaktoren produzierten während des Zwischenfalls und danach mit voller Kraft weiter. Das Feuer war bei Reparaturarbeiten an dem zum Reaktor zwei gehörenden Dach ausgebrochen. Handwerker hatten dabei mit ihren Gasbrennern versehentlich Dachpappe in Brand gesetzt.

Das Kraftwerk Ringhals gehört zu 30 Prozent dem deutschen Eon-Konzern. Den Rest der Anteile hält der schwedische Vattenfall-Konzern, der das Atomkraftwerk auch betreibt. Die Anlage liegt im Südwesten Schwedens und ist eine von drei Atomkraftwerken des Landes, die gemeinsam die Hälfte des Stromverbrauchs des Landes decken.

Die drei schwedischen Atomkraftwerke Ringhals, Forsmark und Oskarshamn standen in den letzten Jahren wiederholt wegen Sicherheitsmängeln und der Häufung von Unfällen in den Schlagzeilen. Mit vier Reaktoren und einer Jahresleistung von 3662 Megawatt ist das 1976 in Betrieb genommene Ringhals das größte Atomkraftwerk Nordeuropas.

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