Hintergrund zum Hurrikan „Dean“
Wirbelstürme der Kategorie Fünf sind sehr selten. Und „Dean“ gehört zu den zehn stärksten Wirbelstürmen im Atlantik seit Beginn der Aufzeichnungen im Hurrikan-Zentrum in Miami. Gemessen wird dies anhand des Luftdrucks im Auge des Hurrikans. Dazu werden von einem Forschungsflugzeug aus Messsonden ins Zentrum des Sturms geführt. Bei „Dean“ wurde ein Kerndruck von 906 Hektopascal gemessen. Angeführt wird die Statistik von „Wilma“ im Jahr 2005 mit 882 Hektopascal.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts entstand Hurrikan „Dean“ am 10. August vor der Westküste Afrikas als so genannte „Easterly Wave“ (Wellenstörung). Das zunächst harmlose Gebilde zog mit der Passatströmung über den Atlantik nach Westen und entwickelte sich drei Tage später südlich der Kapverdischen Inseln zu einer „Tropischen Depression“, einem schwachen tropischen Wirbelsturm. Auf dem Weg nach Westen verstärkte er sich weiter und wurde am 16. August zum ersten Hurrikan der diesjährigen Saison.
Am 17. August erreichte „Dean“ die Kleinen Antillen und die südliche Karibik. Dort wurde er zu einem Hurrikan der Kategorie vier hochgestuft - mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern in der Stunde. Seine Ausläufer streiften den Süden von Puerto Rico, die Dominikanische Republik und Haiti. Schlimmer erwischte es Jamaika, wo „Dean“ sehr dicht südlich vorbeizog und große Schäden hinterließ. Zwischen Jamaika und der mexikanischen Halbinsel Yucatàn konnte sich der Wirbelsturm über dem sehr warmen Wasser verstärken und wurde zu einem Hurrikan der Stufe 5, der höchsten Stufe auf der Hurrikan-Skala. Sobald der Sturm das Festland erreichte, schwächte er sich schnell ab. In den nächsten Tagen wird sich das Frontensystem schließlich auflösen.


