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18.11.2007 

Grenke ist alles andere als konsumfeindlich. Er liebt das gute Badener Essen, den Straßburger Wurstsalat und gerne einen frischen Loup de mer. Er kann in klassische Musik eintauchen, als wäre es ein Schwimmbecken voll gut temperiertem Grauburgunder. Bartholdy. Bach. Die Romantik von Brahms. Er ist keiner dieser Klischee-Manager, die die neue Fischer-Autobiografie auf dem Nachttisch liegen haben, sondern er liest. Zweigs Schachnovelle oder Horst Eberhard Richter.

Kein pietistischer Kostverächter im sonnigen Baden-Baden. Aber er ist einer, der Konsum und Nachhaltigkeit in ein gesundes Soll-und-Haben-Verhältnis bringen will. Der nicht anspart und anspart, damit seine Kindeskinder noch goldene Löffel vererben können, der nicht prasst, als gebe es kein morgen.

Drogenprävention, Pferderennen, Dahliengärten – nach welchen Kriterien sucht er seine Förderprojekte aus?


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„Allein danach, ob sie der Region nachhaltig nutzen“, sagt er. „Wir haben hier in Baden-Baden eine starke Unternehmerschaft, die sich für den Erhalt dieser Region einsetzt. Frieder Burda, Sigmund Kiener, Karlheinz Kögel – alle sind in einem überaus hohen Maß sozial engagiert. Da bin ich kein Einzelfall.“

Die Stadt Baden-Baden könnte auch morgen Konkurs anmelden, wie ein Vater, der seiner Tochter aus den hohen Shopping-Schulden hilft, wären Grenke und Co. da und zückten die Brieftasche. Woran liegt das – diese Extremverbundenheit, die man in anderen Städten so nicht vorfindet? Hamburg ist stolz, dass die Hamburger Kaufleute mit der Stiftung Binnenalster die symbolträchtige Wasserfontäne finanzieren. Bremen bildet sich auf seine Schaffermahlzeit etwas ein, mit deren Erlös Witwen und Waisen auf See gebliebener Kapitäne unterhalten werden. Aber das sind, mit Verlaub, Peanuts im Vergleich zu Baden-Badens Förderern wie Grenke.

Um dieses Phänomen zu erklären, tut sich Grenke schwer, er sucht nach Erklärungen wie nach einem mathematischen Beweis. Aber keine Frage: Ein naturwissenschaftliches Axiom, kniffelig und selten, wäre ihm jetzt entschieden lieber.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Das Essen, die großzügige Natur, die vielen Sonnenstunden

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