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04.05.2006 
Duales System

Deutsche bestücken die gelbe Tonne falsch

40 Prozent des Abfalls, der in der gelben Tonne landet, gehört dort nicht hinein. Die Zahl dieser so genannten Fehlwürfe hat sich 2005 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent erhöht. Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) sieht darin aber kein Problem.

HB BONN. Zu Schaffen macht ihr die zunehmende Menge von Verkaufsverpackungen, die ohne Lizenzerfassung durch den „Grünen Punkt“ vom DSD bei den privaten Haushalten entsorgt werden. Sie machten 25 Prozent der Gesamtmenge aus und schmälerten den Jahresumsatz um 700 bis 900 Millionen Euro, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der DSD, Stefan Schreiter“ am Donnerstag in Bonn.

Um diese Entwicklung zu stoppen, forderte Schreiter eine zügige Änderung des Verpackungsnovelle. Wenn diese nicht innerhalb von eineinhalb bis zwei Jahren komme, drohe der bewährten dualen Abfallentsorgung das Aus. Den Umsatz des Dualen Systems im laufenden Geschäftsjahr schätzte Schreiter auf „leicht unter 1,2 Milliarden Euro“. Der Marktanteil der DSD liegt bezogen auf das Gesamtvolumen der von den dualen Systemen erzielten Lizenzentgelte einschließlich der Erlöse der Selbstentsorger bei 72 Prozent. In den kommenden Jahren rechnet Schreiter mit einer weiteren Verringerung des Marktanteils.

Mit dem Sammeln, Sortieren und Verwerten von Verkaufsverpackungen wie Joghurtbecher oder Getränkekartons hat das Duale System nach den Worten Schreiters auch 2005 die Umwelt spürbar entlastet. 90 Prozent der Menschen in Deutschland befürworteten die Abfalltrennung. Für die meisten sei das der wichtigste persönliche Beitrag zum Umweltschutz. Pro Kopf wurden 63 Kilogramm Verpackungsmüll erfasst, zusammen 5,17 Millionen Tonnen.

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