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09.05.2007 
England räumt ab

Deutsche TV-Unterhaltung alles andere als preiswürdig

Deutschland hat keine der begehrten Goldenen Rosen beim Fernsehfestival Rose d'Or in Luzern gewonnen. Dagegen wurde Großbritannien in sechs der sieben Kategorien ausgezeichnet, wie am Mittwochabend zum Abschluss des 47. Festivals bekannt gegeben wurde.

dpa LUZERN. So hatte unter anderem der deutsche Fernsehunterhalter Stefan Raab auf eine Auszeichnung gehofft. Er war in der Kategorie Show mit seinem Format „Schlag den Raab“ (ProSieben) nominiert. Deutschland war in diesem Jahr neun Mal in den sieben Kategorien vorgeschlagen worden.

Auch von den fünf Spezialpreisen, die am Mittwoch vergeben wurden, gehen zwei nach Großbritannien. Die Gewinner sind nach Angaben des Festivalleiters Urban Frye „repräsentativ für eine fantastische, facettenreiche Programmgestaltung“. Das Spektrum reiche von Big- Budget-Produktionen aus Großbritannien bis zu kleinen starken und höchst kreativen Sendungen.

Die Preise für die besten Sendungen in den Kategorien Art Documentary, Comedy, Performances Arts, Reality, Sitcom und Soap gingen an Produktionen aus Großbritannien. Allein der Sender Channel vier nahm vier Rosen entgegen. Einzig in der Kategorie Show konnte sich der Beitrag „The Pyramid“ aus Kroatien gegen die Briten behaupten.

Den Spezialpreis „Best of 2007“ erhielt die Sendung „Young Heart“ von Channel 4. Der Opera Special Prize aus Anlass von 400 Jahre Oper ging ebenfalls auf die Insel für die TV-Oper „Man on the Moon“. Die deutsche Sendung „Mozart22 - Le Nozze di Figaro“ erhielt die Opera Special Mention (Besondere Erwähnung). Weitere Spezialpreise gingen nach Holland und Südafrika.

Das diesjährige Festival der Fernsehunterhaltung verzeichnete einen neuen Teilnehmer-Rekord. Insgesamt wurden 358 Beiträge von 155 Unternehmen aus 32 Ländern eingereicht. Nominiert für eine Goldene Rose wurden 72 Sendungen.

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