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20.01.2007 
„Kyrill“-Bilanz

Die Ruhe nach dem Sturm

Einen Tag nach dem verheerenden Orkan „Kyrill“ ziehen Hilfswerke, Politiker und Versicherungen Bilanz. Trotz mehrerer Todesopfer sind die Reaktionen auf das Krisenmanagement positiv. Für die Meteorologen war das Unwetter keine Ausnahmeerscheinung.

Mit bis zu 200 Kilometern in der Stunde fegte der Orkan über Deutschland. Foto: dpaLupe

Mit bis zu 200 Kilometern in der Stunde fegte der Orkan über Deutschland. Foto: dpa

HB BERLIN. Nach dem verheerenden Orkan „Kyrill“ gehen die Aufräumarbeiten weiter. Der Zugverkehr begann sich nach Angaben der Bahn wieder zu normalisieren, jedoch bestanden weiter regional Probleme.

Nach Angaben der Bahn vom Freitagabend laufen die Reparatur- und Aufräumarbeiten „auf Hochtouren“. Alle Instandhaltungsfahrzeuge und Mitarbeiter seien zur Behebung der „immensen“ Schäden im Einsatz, hieß es auf Webseite der Bahn. Die Schadenshöhe für die Bahn sei noch nicht zu beziffern. Der Luftverkehr läuft seit Freitagmorgen wieder weitgehend normal.

Deutschlands größter Stromnetzbetreiber RWE hatte die Stromausfälle am Freitag weitgehend behoben. Probleme gab es in der Nacht offensichtlich noch in Thüringen bei dem Stromanbieter E.ON Thüringer Energie.

Der Orkan „Kyrill“ hat eine Schneise der Verwüstung durch Europa geschlagen. Bei einem der schwersten Stürme der vergangenen 20 Jahre waren allein in Deutschland elf Todesopfer zu beklagen, die meisten starben durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste. Es gab hunderte Verletzte. Besonders hart getroffen wurde das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort kamen am Donnerstag und Freitag fünf Menschen ums Leben, zwei starben in Bayern. Niedersachsen, Sachsen- Anhalt, Brandenburg und Baden- Württemberg hatten je ein Todesopfer zu beklagen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schäuble lobt das Krisenmanagement

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