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03.04.2008 
Ausgerechnet Italien soll das Chaos in Heathrow beenden

Die Spur der Koffer

von Dirk Heilmann

Ausgerechnet Italien: Weil sich im Londoner Flughafen die Gepäckstücke mittlerweile bis unter die Decke stapeln, will British Airways jetzt Tausende Koffer nach Mailand ausfliegen, um sie dort zu sortieren. Ob Italienische Effizienz das englische Chaos beenden kann?

Eine Frau schläft eine Runde, während Sie im Heathrower Terminal 5 auf ihren flug wartet. Foto: ReutersLupe

Eine Frau schläft eine Runde, während Sie im Heathrower Terminal 5 auf ihren flug wartet. Foto: Reuters

LONDON. Es sind Horrorbilder, die da täglich über die britischen Bildschirme flimmern. Wir sehen eine düstere Halle mit nackten Betonwänden, die Kamera zoomt über einen bunten Berg, der bis fast an die Decke zu reichen scheint. Er besteht aus Koffern: großen Hartschalen- und kleinen Rollkoffern, schwarzen, grauen und roten. Ganz im Hintergrund schauen zwei Männer in gelben Sicherheitswesten durch eine Tür, die ans Tageslicht führt. Halb haben sie sich abgewendet. Ein Bild der Resignation.

Der Schauplatz ist, natürlich, das neue Terminal 5 des Flughafens London-Heathrow. Es ist so außerordentlich, dass sich am ersten Tag nicht einmal die Gepäckarbeiter von British Airways (BA) darin zurechtfanden. Da sausten die vielen Koffer auf 18 Kilometer Gepäckband kreuz und quer durch den Bauch des Terminals und stapelten sich am Ende auf, weil sie keiner in Empfang nahm und zum Flugzeug fuhr. Als das System verstopft war, blieb es stehen.


Bildergalerie Bildergalerie: Heathrows Terminal 5 in Bildern


Das ist nun eine Woche her, und noch immer sagt British Airways täglich Dutzende Flüge ab und hat 20 000 Koffer in Heathrow herumliegen. Die wieder loszuwerden ist schwerer, als sich der Laie das vorstellt. Während Skiurlauber in den Alpen auf ihre Skier warten und Geschäftsreisende in New York auf ihre frischen Hemden, wühlen sich Gepäckarbeiter zusammen mit Hunderten von Freiwilligen aus anderen Abteilungen von British Airways durch die Kofferberge.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Warum Mailand?

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