Im Zeitalter des Terrorismus prüfe man jeden gestrandeten Koffer lieber noch dreimal, bevor man ihn ohne dazugehörigen Passagier in ein Flugzeug verlade, sagt ein Experte. Sind Besitzer und Ziel zweifelsfrei identifiziert, dann wird der Koffer entweder in eine Maschine gleicher Destination verladen oder von einem Kurierdienst direkt ins Hotel oder zur Heimatadresse des Kunden befördert.
Damit das schneller geht, hat sich BA sogar entschlossen, Tausende von Koffern nach Mailand auszufliegen, um sie dort sortieren zu lassen. Von dort aus seien sie per Lkw schneller zu einem Ziel auf dem Kontinent zu bringen, erklärt ein Sprecher. So legt dann manch ein Koffer mehr Meilen zurück als sein Besitzer.
Bild für Bild: Pannen-Serie im Terminal 5 in Heathrow
Ausgerechnet italienische Effizienz soll also helfen, wo britische Schaffenskraft versagt hat?
Auf Mailands Großflughafen Malpensa sei schlicht und einfach mehr Platz, weil er schlecht ausgelastet sei, schränkt ein Experte ein. Doch ob die Koffer so wirklich schneller ankommen?
Auch Italien hat ja gelegentlich einen Hang zu Verspätungen. So etwa bei der Parlamentswahl, die jetzt womöglich verschoben wird, weil sich die Logos zweier kleiner Parteien zu ähnlich sehen und die Wähler irritiert sein könnten. Aber das ist eine andere Geschichte.


