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21.11.2008 
Dach beschädigt

Duisburger Hauptbahnhof wegen Sturm geräumt

Schwere Sturmböen haben in Nordrhein-Westfalen zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. In Duisburg musste der Hauptbahnhof geräumt werden, eine der wichtigsten Zugverbindung des Landes war zeitweise blockiert.

ap DUISBURG. Schwere Unwetter mit Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern haben am Freitag Polizei und Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen in Atem gehalten. Der Duisburger Hauptbahnhof wurde geräumt, nachdem Dachteile heruntergeweht worden waren, wie die Polizei mitteilte. Man habe Gefährdungen für Reisende und den Zugverkehr ausschließen wollen. Zeitweise war der Bahnhof für durchfahrende Züge und Fahrgäste komplett gesperrt. In Hilden löste sich das komplette Dach eines Mehrfamilienhauses und krachte auf einen Supermarkt.

Am frühen Nachmittag lief der Zugverkehr in Duisburg an den meisten Gleisen weiter, wie Bahnsprecher Gerd Felser sagte. Dort konnten auch Fahrgäste wieder ein- und aussteigen. Das Dach des Bahnhofs sei nicht schwer beschädigt worden, betonte Felser. Es seien lediglich Dachpappen heruntergefallen, die danach durch das Gebäude geweht worden seien.

Die Folgen des Unwetters verursachten nach seinen Angaben zahlreiche Verspätungen, mehrere Züge fielen komplett aus. Die Strecke Düsseldorf - Duisburg sei eine der vielbefahrenen Hauptstrecken Nordrhein-Westfalens. Auch in anderen Teilen des Landes sorgten in die Oberleitungen gestürzte Bäume und andere Schäden für Probleme, wie der Sprecher hinzufügte. "Damit muss man an einem Tag wie heute leider rechnen."

Die Duisburger Polizei verzeichnete bis zum Mittag bereits knapp 60 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und Verkehrszeichen. Die geplante offizielle Eröffnung des Weihnachtsmarktes wurde wegen des Unwetters abgesagt, hieß es auf der Webseite der Stadt. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Auch im Kreis Mettmann richteten Unwetter starke Schäden an. In Hilden löste sich das komplette Dach eines Mehrfamilienhauses, segelte ein Stück durch die Luft und krachte auf einen Supermarkt - danach bestand die Gefahr, dass es noch weiter fliegen würde, berichtete die Polizei. Mitarbeiter und Kunden des Supermarktes wurden evakuiert, ebenso vorsichtshalber eine benachbarte Schule.

In Mettmann stürzte den Angaben zufolge ein Baum auf einen Flüssiggas-Behälter und riss ein Ventil mit Schlauchleitung ab. Dabei trat Gas aus, Polizei und Feuerwehr sperrten die Umgebung zeitweise weiträumig ab. In Hochdahl befreiten die Einsatzkräfte einen Mann, den ein umgestürzter Baum in seinem Auto eingeklemmt hatte. Der Mann wurde nicht verletzt.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gingen bei der Polizei 50 Meldungen über umgefallene Bäume und Sträucher ein, die Straßen und Wege blockierten.

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