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05.12.2006 
Kunden setzen vermehrt auf Qualität

Elektrohausgeräte werden teurer

2006 sind in Deutschland erstmals seit 15 Jahren wieder deutlich mehr Elektro-Haushaltsgeräte verkauft worden. Viele haben offenbar noch schnell zugegriffen, denn im kommenden Jahr müssen sich die Verbraucher auf teilweise höhere Preise einstellen.

Elektro-Großgeräte wie Waschmaschinen haben sich 2006 gut verkauft. Foto: dpaLupe

Elektro-Großgeräte wie Waschmaschinen haben sich 2006 gut verkauft. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Als Grund für die zu erwartende Preissteigerung nannte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Dienstag die hohen Rohstoff-Kosten. Bei Großgeräten wie Wasch- oder Spülmaschinen entfielen zwei Drittel der Kosten auf das Material. Ein deutliches Umsatzplus verzeichnet die Branche in diesem Jahr. Der Gesamtumsatz werde so stark steigen wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Bei Groß- und Kleingeräten sowie der Hauswärmetechnik wird der Umsatz um fünf Prozent auf mehr als zehn Mrd. Euro zulegen, wie der ZVEI in Frankfurt am Main mitteilte. Neben dem florierenden Auslandsgeschäft, bei dem ein Plus von vier Prozent zu erwarten sei, werde es auch im Inlandsgeschäft einen deutlichen Aufwärtstrend geben.

Bei Großgeräten wie Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Kühl- und Gefriergeräten, die den größten Teil des Hausgerätemarkts ausmachen, sei in diesem Jahr der Inlandsumsatz bis November um 4,5 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Absatz legte um drei Prozent zu.

Zufrieden äußerte sich der Verband auch über die Entwicklung bei den Kleingeräten und der Hauswärmetechnik. "Nach durchwachsenem Verlauf in der ersten Jahreshälfte 2006 hat das Geschäft stark angezogen", erklärte Eef van Elsberg, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektro-Haushalt-Kleingeräte. Die Branche rechnet nach seinen Worten mit einem Umsatzplus von sechs Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Einen regelrechten Boom gebe es beim Geschäft mit Solarkollektoren und Wärmepumpen. Der Umsatz wuchs nach Angaben des Verbands um rund fünf Prozent auf 360 Mill. Euro.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Marken gefragt - Rohstoffkosten treiben Preis

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