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13.09.2007 
Indonesien

Erdbebenserie sorgt für Angst und Schrecken

von Anthony Deutsch

Die jüngste Serie von Erdbeben vor Sumatra hat mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Gegen die Küste Sumatras schlug ein drei Meter hoher Tsunami an. Hunderte von Häusern stürzten ein, tausende von Menschen flohen in Panik von der Küste ins Landesinnere.

Quelle: ReutersLupe

Quelle: Reuters

ap PADANG. , eine Katastrophe wie 2004 blieb aber aus. Hunderte von Häusern stürzten ein, tausende von Menschen flohen in Panik von der Küste ins Landesinnere. Die Behörden zählten mindestens zehn Tote und um die 50 Verletzte.

Ein australischer Seismologe sagte, die Region sei nach den Beben der Stärke 8,4, 7,8 und 6,2 mit Glück einer Katastrophe entgangen. „Es ist eine Laune der Natur, wie es passiert ist“, sagte Mike Turnbull von der Universität Queensland. „Es hätte genauso gut anders herum sein können.“ Die größte Wasserbewegung sei im offenen Ozean erfolgt und nicht auf Küsten zugetrieben. Der drei Meter hohe Tsunami traf mindestens ein Dorf auf Sumatra. Die Lage bezüglich des entstandenen Schadens war zunächst unübersichtlich. Sumatra wurde 2004 von einem riesigen Tsunami nach einem schweren Erdbeben verwüstet, der asienweit 230.000 Menschen in den Tod riss. Auch am Mittwoch wurde Tsunami-Alarm bis hin nach Afrika gegeben, der aber bald darauf aufgehoben werden konnte. Die zeitnahe Alarmierung wurde als Erfolg des nach der Katastrophe von 2004 aufgebauten Tsunami-Warnsystems gewertet.

Die Erdbeben auf Sumatra erreichten am Mittwoch und Donnerstag die Stärke 8,4 und 7,8. Sie verursachten schwere Sachschäden, deren genaues Ausmaß zunächst aber nicht klar war. Das dritte Beben ereignete sich im Osten Indonesiens auf der Insel Sulawesi und wurde von der US-Erdbebenwarte in Golden/Colorado (USGS) mit einer Stärke von 6,2 registriert.

Auf Sumatra flohen Tausende von Menschen von der Küste in Panik ins Landesinnere. Der Bürgermeister von Padang, Fauzi Bahar, sagte einem indonesischen Radiosender, es seien viele Gebäude eingestürzt.

USGS-Sprecher Rafael Abreu sagte, offenbar handele es sich bei dem zweiten Erdstoß auf Sumatra nicht um ein Nachbeben, sondern um ein eigenständiges Erdbeben mit dem Epizentrum in unmittelbarer Nähe von dem des ersten Bebens. „Wir bezeichnen es zurzeit nicht als Nachbeben“, sagte Abreu. „Es ist selbst schon ziemlich stark. Es scheint ein anderes Erdbeben zu sein.“

Das Epizentrum lag 200 Kilometer von der Stadt Bengkulu entfernt. Es ereignet sich in nur zehn Kilometern Tiefe um 06.49 Uhr Ortszeit. „Das sind die Beben, die Tsunamis erzeugen können“, erklärte Abreu. Auf den Erdstoß folgte mindestens ein starkes Nachbeben der Stärke 6,8.

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