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20.11.2008 
Erpressung nicht ausgeschlossen

Flick-Leichnam bleibt verschwunden

Bei der Suche nach dem verschwundenen Leichnam des Milliardärs Friedrich Karl Flick hat die Polizei noch keine heiße Spur. Als mögliches Tatmotiv für die Grabschändung gilt Erpressung.

Der Sarg mit dem Leichnam Flicks wurde vermutlich bereits am Wochenende aus dem Grab gestohlen. Foto: dpaLupe

Der Sarg mit dem Leichnam Flicks wurde vermutlich bereits am Wochenende aus dem Grab gestohlen. Foto: dpa

ap WIEN. Auf der Suche nach dem Sarg und dem Leichnam des Milliardärs Friedrich Karl Flick tappen die österreichischen Ermittler noch im Dunklen. Bisher gebe es noch keine konkreten Hinweise, sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio am Donnerstag der Nachrichtenagentur APA. Das Landeskriminalamt Kärnten ermittle weiter auf Hochtouren in alle Richtungen. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass die sterblichen Überreste des vor zwei Jahren verstorbenen Milliardärs aus seinem Grab am Wörthersee verschwunden sind.

Über finanzielle Forderungen wurde bisher nichts bekannt, Erpressung als Tatmotiv wird aber nicht ausgeschlossen. Die Familie Flick reagierte Medienberichten zufolge mit Fassungslosigkeit und Entsetzen auf die Tat. Die Witwe Ingrid Flick hielt sich in den USA auf, als sie die Nachricht über die Grabschändung erhielt. Sie trat laut Berichten die Rückreise an.

Jörg-Andreas Lohr, Berater und Vertrauter der Familie, sprach in Interviews mit Tageszeitungen von einer möglichen Belohnung für Hinweise zur Aufklärung der Vorfälle. Man wolle dabei jedoch noch mit der Polizei Rücksprache halten.

Der Sarg mit dem Leichnam Flicks wurde vermutlich bereits am Wochenende aus seinem Grab auf dem Friedhof von Velden gestohlen. Nachdem entdeckt wurde, dass die mehrere Hundert Kilogramm schweren schweren Granitplatten, die im Mausoleum den Sarg abdecken, Spuren von Beschädigungen aufwiesen, wurde eine Überprüfung veranlasst. Dabei wurde entdeckt, dass der Sarg verschwunden war.

Flick war im Oktober 2006 nach schwerer Krankheit in seiner Villa am Südufer des Wörthersees verstorben. Seine vier Kinder erbten sein auf fünf bis sechs Milliarden Euro geschätztes Vermögen zu gleichen Teilen. Die Familie Flick war wegen ihrer florierenden Geschäfte während der NS-Herrschaft in Deutschland immer umstritten.

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