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26.05.2008 
Diebstahl

Franjo Pooth zeigt Ex-Mitarbeiter an

Franjo Pooth hat Strafanzeige gegen zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter erstattet. Die beiden einstigen Maxfield-Angestellten sollen Akten aus dem Unternehmen gestohlen und für 20 000 Euro einer Boulevard-Zeitung verkauft haben. Außerdem habe ein Unbekannter versucht, Pooth um 500 000 Euro zu erpressen.

HB DÜSSELDORF. Auch in diesem Fall habe der Mann von TV-Star Verona Pooth Strafanzeige erstattet, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“.

Die Düsseldorfer Sparkasse sei in der Pooth-Affäre ebenfalls Opfer eines Erpressungsversuchs geworden. Als angeblicher Vertreter einer US-Investorengruppe soll sich ein 57-Jähriger vertrauliche Firmen- Dokumente von Pooth erschwindelt haben. Damit habe er dann die Sparkasse als Hauptkreditgeber von Maxfield erpresst und 150 000 Euro Schweigegeld gefordert. Andernfalls, so die Drohung, werde er öffentlich machen, dass die Sparkasse Maxfield noch Kredite bewilligt habe, als die Firma schon pleite gewesen sei. Die Sparkasse habe aber umgehend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, sagte der Behördensprecher.

Gegen Franjo Pooth wird wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung ermittelt. Pooths Unternehmen Maxfield hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters belaufen sich die Schulden des Unternehmens auf 19 Millionen Euro. Die Gläubiger können nur mit einem kleinen Bruchteil ihrer Ansprüche rechnen.

Pooth soll sich mit teuren Geschenken an Sparkassen-Vorstände hohe Kredite für sein Unternehmen erschlichen haben. Der Chef der Düsseldorfer Sparkasse und ein weiterer Vorstand waren deswegen fristlos entlassen worden. Außerdem hat Pooth beim Düsseldorfer Finanzamt Selbstanzeige erstattet, vermutlich, um einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung zu entgehen. Wenige Monate vor dem Insolvenzantrag soll Pooth zudem ein auf drei Millionen Euro taxiertes Privatgrundstück nahe des Rheinufers an seine Frau Verona übertragen haben.

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