Für die CSU sagte Staatssekretär Huber, die Freiheit der Raucher ende dort, wo sie andere Menschen gefährde. In Deutschland sterben seiner Aussage nach jährlich 3 300 Menschen durch Passivrauchen. In Diskotheken seien 1 000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter gemessen worden - die EU schreibe schon ab 50 Mikrogramm im Freien Maßnahmen vor. In Irland, Italien oder Kanada, wo das Rauchverbot schon länger gelte, hätten die Wirte gute Erfahrungen damit gemacht. Auch in Bayern werde „eine neue, gesundheitsbewusste Wirtshauskultur“ ohne Qualm entstehen. Wenn auf dem Oktoberfest ein Raucher das Bierzelt verlasse, stünden andere Gäste schon Schlange.
SPD und Grüne stimmten dem Gesetz zu, kritisierten aber die Ausnahmen für geschlossene Gesellschaften als „Einfallstor für weiteres Rauchen in Gaststätten“. Ihre eigenen Gesetzesvorschläge waren zuvor gescheitert. Die Grünen hatten vergeblich auch ein Rauchverbot auf dem Gelände rund um öffentliche Gebäude gefordert.
Seit August sind in mehreren Bundesländern Nichtraucherschutz-Gesetze verabschiedet worden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hatte aber die vielen Ausnahmeregelungen kritisiert und das rigide bayerische Gesetz als Vorbild empfohlen.


