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09.07.2008 
Halbjahresbilanz der Münchener Rück

Gigantische Schäden durch Naturkatastrophen

Naturkatastrophen belasten die Volkswirtschaften weltweit immer stärker. Allein im ersten Halbjahr 2008 verursachten sie Schäden von rund 50 Milliarden Dollar, wie die Münchener Rück jetzt bilanzierte. Doch nicht nur die Sachschäden könnten in diesem Jahr einen Rekordstand erreichen.

Hochwasser - hier der Mississippi im US-Bundesstaat Illinois - und Erdbeben verursachten in diesem Jahr bislang die größten Schäden. Foto: dpaLupe

Hochwasser - hier der Mississippi im US-Bundesstaat Illinois - und Erdbeben verursachten in diesem Jahr bislang die größten Schäden. Foto: dpa

dpa MÜNCHEN. Naturkatastrophen haben nach Berechnungen der Münchener Rück im ersten Halbjahr gigantische Schäden verursacht. Die volkswirtschaftlichen Belastungen summierten sich auf rund 50 Milliarden Dollar, wie der weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Mittwoch mitteilte. Mehr als drei Viertel der rund 400 Naturkatastrophen gingen auf Wetterextreme zurück.

Das unterstreiche den Trend, dass der Klimawandel zu immer mehr wetterbedingten Katastrophen führe, sagte Münchener-Rück-Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. Besonders stark betroffen waren die USA: Noch nie wurden dort so viele Tornados in den ersten sechs Monaten registriert.

Den größten volkswirtschaftlichen Schaden verursachte das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan mit rund 20 Milliarden Dollar. Aber auch der Winter in China mit heftigen Schneefällen zu Jahresbeginn und die Überschwemmungen in den USA im Juni dürften jeweils rund zehn Milliarden Dollar kosten.

Die Versicherungsbranche musste 2008 bislang für rund 13 Milliarden Dollar geradestehen. Das liege über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Winterschäden in China und der Orkan Emma in Europa waren die größten Posten. Im gesamten Jahr 2007 entstanden bei 960 Katastrophen volkswirtschaftliche Schäden von 82 Milliarden Dollar, wovon die Assekuranz rund 30 Milliarden trug.

2008 dürfte als eines der Jahre mit den meisten Todesopfern in die Statistik eingehen, hieß es. Der Zyklon Nargis tötete in Burma im Mai 138 000 Menschen, das Erdbeben in China im selben Monat fast 70 000. „Das sind mehr Todesopfer als in den vollen Jahren seit 2004, dem Jahr des Tsunami in Südasien“, erklärte die Münchener Rück.

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