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28.01.2005 
Zoff um Internetbilder vom Rosenmontagszug

Heidi Klum lässt Narren ernst werden

Wenige Tage vor dem Höhepunkt des närrischen Treibens in der Karnevbals-Hochburg Köln sorgt ein Streit um angekündigte Rosenmontags-Livebilder auf der Homepage von Supermodel Heidi Klum für Aufregung.

Topmodel Heidi Klum fährt auf dem Wagen der Roten Funken beim traditionellen Rosenmontagumzug in Köln mit. Foto: dpaLupe

Topmodel Heidi Klum fährt auf dem Wagen der Roten Funken beim traditionellen Rosenmontagumzug in Köln mit. Foto: dpa

HB KÖLN. Die Schöne aus Bergisch-Gladbach will mit ihrem Verlobten Seal auf dem Wagen der Roten Funken im Rosenmontagszug mitfahren und dabei rund 40 Bilder per Handy aufnehmen, die sie live ins Internet stellt, wie Vater Günther Klum am Donnerstag auf Anfrage bestätigte. Der Leiter des Rosenmontagszuges, Alexander von Chiari, stellte dagegen klar: „Das wird niemals möglich sein.“ Da der Westdeutsche Rundfunk die alleinigen Rechte an der Live-Übertragung habe, könnten die geplanten Klum-Bilder nicht erlaubt werden.

Auf ihrer Homepage kündigt das Supermodel an: „Dieses Jahr kann ich Karneval in Bergisch Gladbach und Köln wieder mitfeiern. Aber es gibt nicht nur Kamelle, sondern noch ein besonderes Bonbon: Mein Foto-Handy wird vom Gladbacher Sonntagszug und vom Kölner Rosenmontagszug jede Menge Bilder schießen und live auf meine Website übertragen.“ Dabei will die junge Mutter die Uniform des Ehrenleutnants tragen und Fruchtgummis der Marke „Heidi“ unters jecke Volk bringen. Günther Klum betonte, es solle bei den Handy-Fotos keineswegs der Verlauf des Zuges gezeigt werden oder die einzelnen Mottowagen: „Wir wollen den Fans doch nur zeigen, wie viel Spaß die Heidi und Seal haben.“

Wenig spaßig finden das allerdings die Organisatoren des berühmten kilometerlangen Zuges, der jedes Jahr ein Millionen-Publikum anlockt. „Wir haben ganz klare Vereinbarungen mit dem WDR, nach denen Kameras und Live-Bilder verboten sind. Nur der WDR darf Bilder live ausstrahlen“, sagte von Chiari. Für die WDR-Ausstrahlung werde auch in diesem Jahr wieder auf dem Prinzenwagen eine Kamera installiert. „Und das wird die einzige Kamera“ sein. Denn: „Wenn Heidi Klum jetzt Bilder machen darf, dann werden andere kommen und sagen: „Was die darf, wollen wir auch.“

Heidis Vater versteht die ganze Aufregung nicht: „Wir sind doch gar nicht mit der Kamera unterwegs. Und natürlich wollen wir dem WDR nichts wegnehmen.“ Die Handy-Bilder würden lediglich von einem festen Standpunkt aus gemacht. Sie sollen nur auf dem Wagen entstehen, auf dem das Paar sich mit Kamelle und Bützchen an die Narren wenden will. Damit hätten die Bilder einen nur sehr begrenzten Radius.

Von Chiari betonte, trotz aller Misstöne solle doch immer die Freude und das Feiern im Mittelpunkt stehen. Zu einem Pressebericht über das Foto-Verbot, der ihn mit den Worten zitiert: „Und falls sich die Dame nicht daran hält, hole ich sie notfalls persönlich aus dem Zug“, sagte er: „Ich würde Heidi Klum gerne vom Wagen holen, aber nur, um mit ihr mal in Ruhe ein Bier zu trinken.“

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