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24.06.2008 
Dollar Finanzvermögen

Immer mehr Millionäre

Der Club der Dollar-Millionäre wächst weltweit stark weiter. In Schwellenländern wie Indien, China oder Brasilien nahm ihre Zahl teilweise sogar um ein Fünftel zu. Der "World Wealth Report" gibt auch Auskunft über die Luxus-Vorlieben der Super-Reichen.

Symbol für Reichtum. Foto: ReutersLupe

Symbol für Reichtum. Foto: Reuters

HB FRANKFURT/MAIN. Die Zahl der Dollar-Millionäre ist weltweit drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es mit 10,1 Millionen sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus einer am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Studie der Consulting-Firma Capgemini und der Investmentbank Merrill Lynch hervorgeht.

Der Kreis der besonders Wohlhabenden mit mehr als 30 Millionen Dollar Vermögen erweiterte sich noch schneller: um mehr als 8,8 Prozent auf 103 320 Menschen.

Die Berechnung berücksichtigt nur Finanzvermögen, aber nicht selbst bewohnte Wohnungen und Häuser. In Deutschland wurden nach dieser Aufstellung 826 000 Millionäre gezählt, 3,5 Prozent mehr als 2006.

Das durchschnittliche Vermögen der Reichen übersprang 2007 erstmals die Marke von vier Millionen US-Dollar. Zusammen verfügten sie über 40,7 Billionen Dollar (26,2 Billionen Euro) - ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber 2006.

Die Autoren der Studie „World Wealth Report“ führen den trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten im zweiten Halbjahr erheblichen Anstieg vor allem auf das Wachstum der Börsenkapitalisierungen in den Schwellenländern zurück.

Die meisten Neu-Millionäre des vergangenen Jahres kamen somit aus boomenden Schwellenländern - die Studie verzeichnet für Indien ein Plus von 22,7 Prozent, für China von 20,3 Prozent und für Brasilien von 19,1 Prozent.

Im Mittleren Osten sprang die Zahl um 15,6 Prozent (auf rund 400 000) und in Lateinamerika um 12,2 Prozent (ebenfalls rund 400 000). Mit 3,3 Millionen Menschen leben die meisten Reichen aber weiterhin in Nordamerika, gefolgt von Europa (3,1 Millionen) und dem Asien-Pazifik-Raum (2,8 Millionen). Mit etwa 100 000 (plus 10 Prozent) ist die Zahl der Millionäre in Afrika weiter vergleichsweise niedrig.

Nach der Studie dürfte sich das Vermögen der Millionäre bis 2012 um jährlich 7,7 Prozent auf dann 59,1 Billionen US-Dollar erhöhen. Das Wachstum in Europa werde mit 4,9 Prozent unterdurchschnittlich bleiben.

Im „World Wealth Report“ wurde auch untersucht, welche Form von Luxus sich die Millionäre besonders gerne gönnen. Danach lassen sich Europäer und Südamerikaner Kunst überdurchschnittlich viel kosten (22 bzw. 21 Prozent der Luxus-Ausgaben), Asiaten und Menschen aus dem Mittleren Osten Schmuck (19 bzw. 15 Prozent) und Nordamerikaner Luxusreisen und -güter wie Autos, Schiffe und Privatjets (17 Prozent).

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