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07.08.2008 
China

Islamisten drohen mit Olympia-Anschlägen

Unmittelbar vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Peking hat eine islamistische Gruppierung nach Angaben von zwei US-Unternehmen erneut mit Anschlägen in China gedroht. In einem Video fordert eine bisher wenig bekannte Gruppe alle Muslime auf, sich von jedem Ort fernzuhalten, an dem sich Chinesen befänden.

HB DUBAI. Das Video mit dem Titel "Aufruf an die weltweite muslimische Nation" wurde von er "Islamische Partei Turkistan" erstellt, teilte die auf Terrorismus-Überwachung spezialisierte US SITE Intelligence Group-Firma am Donnerstag mit. Dazu zählte die Gruppe insbesondere Busse, Züge und Flugzeuge. Ähnliche Informationen lagen auch der Überwachungsfirma IntelCenter vor.

Zu Beginn der auf den 1. August datierten Aufnahme ist dem Unternehmen zufolge ein in Flammen stehendes Pekinger Olympia-Logo zu sehen. Anschließend beschreibt ein vermummter, einen schwarzen Turban tragender Sprecher die "Grausamkeiten Chinas gegen Muslime und Ost-Turkistan, die den Dschihad gegen das kommunistische Regime rechtfertigen." China unterdrücke den Islam und zwinge die Muslime in den Atheismus, da das Land Islam-Lehrer gefangen nehme und töte sowie Islam-Schulen zerstöre, hieß es laut Mitschrift von SITE Intelligence weiter. Während seiner Botschaft hält der Sprecher demnach ein AK-47-Maschinengewehr in den Händen. Hinter ihm steht in arabischer Schrift auf einem schwarzen Plakat geschrieben: "Es gibt keinen anderen Gott als Allah, Mohammed ist der Bote Gottes."

Vor knapp zwei Wochen hatte die "Islamische Partei Turkistan" schon einmal vor Angriffen auf das Sportspektakel gewarnt und sich zu mehreren Attentaten der vergangenen Wochen bekannt, darunter auch die Anschläge auf zwei Linienbusse in der südwest-chinesischen Stadt Kunming, bei denen Ende Juli zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt wurden. China hat anlässlich der Olympischen Spiele in Peking eine großangelegte Sicherheitskampagne gestartet. In deren Fokus stehen vor allem Aktivisten für ein unabhängiges Tibet und Extremisten des Turkvolkes der Uiguren, die für einen eigenständigen Staat in der westlichen Region Xianjiang kämpfen. Diese Region wird von muslimischen Separatisten auch "Turkistan" genannt. Viele Bewohner dieser Provinz sind muslimische Uiguren.

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