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29.03.2008 
Sozialpsychologie

Konflikte fördern die Innovation

von Ferdinand Knauß

Unvermeidbar sind sie ohnehin. Doch die weit verbreitete Angst vieler Manager und Personalchefs vor Konflikten innerhalb des eigenen Unternehmens ist unbegründet. Denn Auseinandersetzungen können durchaus positive Effekte haben, sofern sie offen ausgetragen werden.

Konflikte sind unvermeidbar. Wissenschaftler erforschen ihre möglichen positven Aspekte. Foto: apLupe

Konflikte sind unvermeidbar. Wissenschaftler erforschen ihre möglichen positven Aspekte. Foto: ap

DÜSSELDORF. Personalchefs und Manager fürchten in der Regel Konflikte innerhalb des Unternehmens. Dass diese aber keineswegs wie oft vermutet Innovationsbremsen sind und Zeit, Geld und Ressourcen vergeuden, zeigen jetzt Berliner Sozialpsychologen.

„Unternehmen können den Erfolg ihrer Innovationsbemühungen steigern, wenn sie lernen, mit Konflikten produktiver umzugehen“, resümiert Wolfgang Scholl, Leiter der Abteilung für Organisations- und Sozialpsychologie an der Humboldt-Universität in Berlin. Mit seinen Mitarbeitern hat er über zweieinhalb Jahre das Projekt „Conflicts in Innovation Processes“ durchgeführt.

Die Psychologen untersuchten mit Hilfe von Befragungen die Entstehungsgeschichte von Innovationen in der wissenschaftlichen Forschung und deren Umsetzung in neue Produkte oder Verfahren in Unternehmen. Besonderes Augenmerk richteten sie dabei auf zwei besonders innovative Forschungsfelder, nämlich Gen- und Nanotechnologie.

Bei der Gentechnologie rechneten die Psychologen aufgrund der öffentlichen Debatte über die ethischen Aspekte des Eingriffs in Lebensprozesse mit mehr Konfliktpotenzial. Über die Nanotechnologie gibt es keine moralische Debatte. Erstaunlicherweise stellten die Psychologen jedoch keine Unterschiede in der Häufigkeit von Konflikten und beim Umgang mit ihnen zwischen diesen beiden Forschungsbereichen fest.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Unproduktive Konflikte in Unternehmen“

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