Das Örtchen, das in diesen Tagen überall von sich Reden macht, ist kaum auf einer Landkarte zu finden. Besucher, die über den Simplon-Pass in den oberitalienischen Piemont hereinfahren, lassen Viganella gleich hinter der schweizerischen Grenze meist unbemerkt hinter sich. Ihr Ziel ist der nahe liegende Lago Maggiore.
Die Installation soll knapp 100 000 Euro kosten. Die Finanzierung werde von einem Sponsor, der Provinz und der Gemeinde Viganella übernommen, erklärt der Bürgermeister. „Jetzt warten wir auf die Techniker, die den Spiegel bringen sollen.“
Nächste Woche werden sie die Konstruktion, die auf einer Basis aus Stahl und Zement ruht, per Hubschrauber auf den Berg transportieren und vor Ort in 1100 Metern montieren. Dann müssen die Bürger auf schönes Wetter hoffen, denn nur an einem Sonnentag kann der Spiegel richtig ausgerichtet werden. „Er soll 30 Jahre halten, hat man uns versichert“, sagt der kühne Bürgermeister.
Die „gespiegelte Sonne“ soll dann - je nach Monat - täglich sechs bis acht Stunden auf Viganella scheinen. Für den 17. Dezember plant das Dorf eine große Einweihungszeremonie, in dem der Licht bringende Spiegel gebührend gefeiert werden soll. Und so lebten die Menschen in dem kleinen italienischen Bergdorf glücklich bis an ihr Lebensende - oder zumindest so lange, wie der Spiegel funktioniert.


