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28.11.2007 
Michelin-Sterne

„Man isst in Deutschland besser“

Große Aufregung im Kochparadies Italien: Auch im jüngsten „Michelin“-Restaurantführer bleibt es bei nur fünf Spitzenlokalen mit drei Sternen. In Deutschland dagegen hatte sich die Zahl der Restaurants mit der Top-Benotung um drei auf neun in der Ausgabe 2008 erhöht. Auch unter den vermeintlich italienischen Starköchen ist ein Deutscher.

Aufregung um den Michelin-Restaurantführer 2008: Kochen die Deutschen besser als die Italiener? Foto: ReutersLupe

Aufregung um den Michelin-Restaurantführer 2008: Kochen die Deutschen besser als die Italiener? Foto: Reuters

HB ROM. „Italien? Man isst in Deutschland besser“, grämte sich die Turiner „La Stampa“ am Mittwoch über die „Cucina Italiana". Fausto Arrighi, der Direktor der italienischen „Michelin“-Ausgabe, hat für den Mangel an Bestnoten eine Erklärung parat: „Etliche italienische Chefs fühlen sich ein bisschen zu sehr als Star, sie reisen durchs Land zu Wettbewerben und Kongressen und arbeiten oft nicht in der Küche, wenn wir unangemeldet die Restaurants besuchen.“ Der Starkoch in Italien sei wie eine „Primadonna“, kritisierte der „Michelin“-Direktor.

„Ausgezeichnet werden aber die Frauen, die in der Küche stehen“, fügte Arrighi an: Von den fünf Drei-Sterne-Restaurants sind drei in Frauenhand. „Was will man denn, wir haben in dem Führer 2008 doch 27 neue Sterne vergeben, und Italien bleibt auch auf dem zweiten Platz (nach Frankreich) bei der Gesamtzahl aller Sterne“, so verteidigte sich der Italien-Chef des wichtigsten Restaurantführers.

In der Tat stieg die Zahl der Restaurants mit einem Stern von 204 auf 217 – das Zeichen einer bemerkenswerten Dichte in der Qualität der Küche. Unter den fünf Spitzenköchen mit drei Sternen ist weiter auch der Deutsche Heinz Beck vom Restaurant „Pergola“ in Rom. Für ihn bleibt die italienische Küche der deutschen Kochkunst überlegen.

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