Chinas Präsident Hu Jintao rief die Behörden zu vereinten Bemühungen auf. „Alles, was wir tun, ist dem Volk zu dienen“, sagte er. Das nationale Erdbebenamt bildete einen Krisenstab mit 180 Mitgliedern, der ebenfalls nach Sichuan reisen wollte.
Telefonisch übermittelte Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD) dem chinesischen Außenminister sein Mitgefühl für die Opfer. Er habe auch deutsche Hilfe angeboten, sagte Steinmeier vor seinem Abflug zu einer fünftägigen Reise nach Russland. Auch die EU-Kommission hat Hilfsbereitschaft signalisiert.
Mit Glück konnte eine Frau in Dujiangyan mit ihrer Tochter aus ihrem fünfstöckigen Haus flüchten. Es war in eine gefährliche Schieflage geraten. Mit anderen Überlebenden harrten sie im Regen ohne jede Hilfe auf einem großen Spielplatz einer Schule aus, als die Dunkelheit anbrach.
Mit dem Handy konnte sie nicht telefonieren, aber Kurznachrichten verschicken. „Es ist so traurig“, schrieb sie an eine Freundin. “Wir können nicht mehr zurück ins Haus, um unsere Sachen zu holen.“ Das Haus drohe einzustürzen. Sie hätten keine Schirme oder Jacken gegen den Regen in der Nacht.
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